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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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bezeichnendsten Petrefacten jener Geschiebe-Art begleitet waren. Meist ist der Er-haltungszustand ein schlechter, und mitunter wird die Wohnkammer für sich gefunden.

Plöchst wahrscheinlich ist das sehr unvollkommene Fragment, welchem Boll loc.cit. den Namen Cyrtoceras hospes gegeben hat, ein beiderseits abgebrochenes Stück derWohnkammer von Lituites Danckelmanni^ auf der vorher angefertigten Tafel, die seineAbbildung bringt, figurirt es als Lituites fa.lca.tus Schlotii ., während in der Beschrei-bung gesagt ist, dass das Fossil von dieser Art specifisch und vielleicht auch generischverschieden zu sein scheine. Als Fundgestein wird ein neuvorponimersches Gerolledes sog. Caradoc-Sandsteins aus v. Hagenow's Sammlung angegeben, also das gegen-wärtig in Bede stehende Silurgebilde (vergl. S. 207). Die vorliegende ganz ungenügendeCharakterisirung nach einem für sich allein keinerlei sichere Deutung zulassenden Restkann nicht weiter berücksichtigt werden. Wie sehr Boll's Auffassung darüber ge-wissermassen in der Luft schwebte, folgt auch daraus, dass er ein gutes Exemplar vonLituites Danckelmanni in der BßÜCKNER 'schen Sammlung, welches ebendahin hättegerechnet werden müssen, auf der angeklebten Etikette eigenhändig als Lituites cornu-arietis Sow. bestimmt hat. Diese Versteinerung liegt in einem typischen Stück Ma-croura-Kalk von Zirzow bei Neubrandenburg 1 ).

Sjögren s ) erwähnt Lituites Odini MilßCli. (genauer: M. V. K.) aus dem Oeländi-schen Gerölle-Kalk (vergl. S. 207). Es lässt sich vermuthen, dass jenes so benannteFossil mit Lituites Danckelmanni eins ist.

Indessen scheint diese neue Art auch im anstehenden Gebirge in Ehstland auf-zutreten. Fr. Schmidt , welcher die hiesigen Stücke sah, versicherte mir, dass dieselbeArt oder wenigstens eine höchst ähnliche Form in der Jewe'sclxen und speciell der

') Was Boll loc. cit. p. 84, T. VIII. Fig. 27, fraglich als Lituites cornu-arietis Sow. anführt, istwieder etwas Anderes und könnte allenfalls ein stark verdrücktes Exemplar der kleinen Form vonLituites antiquissimus sein, die im Macroura-Kalk vorkommt. Später hat Boll selbst diese Bestimmunggeändert, da auf der ansitzenden Etikette von seiner Hand die Bezeichnung Lituites Odini Eichw."zu lesen ist, womit er wohl Verneuil's Odini Eiciiwald's teres gemeint hat. Der Speciesnamecornu-arietis " hat ähnlich wieconvolvens " eine unglückliche Rolle in der Lituiten-Literatur gespielt.

Ueber den sog. Lituites falcatus Schloth. sp., von einigen Autoren zu Cyrtoceras gestellt, willich noch bemerken, dass dieses merkwürdige, nach Art einer im mittleren Theil gestreckten und amEnde stark umgebogenen Sichel gekrümmte Fossil als Typus einer eigenen Gattung gelten muss;wegen der grossen Aehnlichkeit mit der Form eines Ziege,nhorns (namentlich desjenigen von Capraaegagrus Gmelin , der wilden Ziege des Kaukasus) könnte man dafür den Namen Aegoceras (nachij «('£, gen. alyog) wählen. In Geschieben von grauem Orthocerenkalk hat es sich mehrfach, auch amhiesigen Orte, gefunden; selbst kleinere Reste sind an dem der convexen Seite sehr genäherten Sipholeicht zu erkennen. Ein schönes und grosses Exemplar davon hat Dewitz (a. a. 0., p. 175, Fig. 3)aus einem ostpreussischen Findlingsblocke (von Augstupönen, Kr. Gumbinnen) bekannt gemacht. Ganzebenso gestaltet kommt diese Versteinerung in Ehstland vor.

'') Öfvers. af Kongl. Vetensk.-Ak. Förh., 1851, p. 41.