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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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erlangt werden konnte, jedenfalls durfte und musste icli es schon aus folgenden Gründenneu benennen: 1) weil der Speciesname co?ivolvens a schon vor Erscheinen der LethaeaSuecica in der nämlichen Gattung vergehen war, und 2) weil derselbe so sehr eineQuelle der Verwirrung hei den Lituiten geworden ist, dass er jetzt hesser ganz ver-mieden wird.

Vorkommen. - Nur ein einziges Exemplar liegt vor, welches in einem Ge-schiebe von rothbuntem Orthocerenkalk hei Heegermühle gefunden wurde. Das rothund graugrün gefleckte Gestein ist sehr fest und enthält vereinzelte dunkle oolithischeKörnchen eingesprengt, sowie zahlreiche Kalkspathlameilen. Die Versteinerungsmassedes Lituiten besteht vorwiegend aus dem Gestein selbst, das jedoch nach innen zuallmählich durch wasserhellen bis weissen Kalkspath verdrängt wird. In dem Geschiebezeigt sich noch ein Hypostoma einer Asaphus- Art, sowie ein winziges Asaphus-Vy-gidium, welches merkwürdigerweise in einer der Kammern des Gewindes steckt.

Erklärung der Abbildungen. Taf. II. Fig. 2. a ist die Seitenansicht innatürlicher Grösse, und Fig. 2. b die Kückenansicht des oberen Schalentheils mit demVorderrande der Wohnkammer. In Fig. 2. c ist der Querschnitt des Gehäuses wenigunterhalb der Mündung dargestellt; die untere flache Seite entspricht der Bauchfläche.

Lituites applanatus nov. sp.

Taf. I. Fig. 6. a b.

Wegen der grossen Aehnlichkeit in der äussern Gestalt, welche diese kleine Formmit gewissen lebenden Planorbis- Arten, z. B. Planorbis marginatus, zeigt, wäre derName Lituites planorbiformis sehr am Platze gewesen; derselbe ist jedoch von Conradfür eine in Nordamerika und England vorkommende Art bereits vergeben worden.

Die äusserst flache, tellerartige Spiralscheibe wird von 2 l / g Windungen gebildet undhat 24 mm Durchmesser. Die Umgänge sind auf den Seiten stärker abgeplattet, alsbei irgend einem andern Lituiten, mehr noch als bei Lit. perfectus, indem ihre Breitezur Höhe im Bereich der Wohnkammer, deren Seiten in dem mittleren Längstheilefast eben sind, und in der zunächst sich anschliessenden gehämmerten Partie sich wie2 zu 3Y 4 verhält. Weiter nach innen wird der Querschnitt rundlicher, und in derinnersten Windung zuletzt fast drelirund. Uebrigens liegen die Umgänge so hart an-einander, dass auf ihrer Innenseite selbst eine deutliche Kinne vorhanden ist, welcheden convexen Rand der vorhergehenden Windung aufnimmt. An der Wohnkammerbildet der Rücken eine kaum gewölbte schmale Fläche, und auf ihren Seiten läuft denRückenkanten entlang in geringem Abstand von denselben eine lineare Depressionhinweg.

Die Kammern sind zahlreich und nehmen sehr langsam an Höhe zu, in der