Druckschrift 
Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

229

cloch kann man ein geschlossenes Gewinde annehmen, weil die letzte Windung inwendigdicht an das Gehäuse sich anlegt. Die Schale ist im aufgerollten Theil in ganz ähn-licher Weise, wie es die beiden vorigen Arten zeigen, senkrecht zu den Seitenflächencomprimirt und von subrectangulärem Querschnitt. Der Sipho ist kreisrund und sehrdiinn, er liegt zwar auch zwischen Centrum und Bauchseite, aber doch ersterem be-deutend näher. Diese Yerhältnisse treten in folgenden, an drei Bruchstellen des A r or-erwähnten Exemplars ermittelten Maassen deutlicher hervor:

Höhe der Schale(= Abstand vonRücken- undBauchseite).

1. Wenig hinter derMitte der erstenHälfte des letztenUmgangs . . .

2. In der Mitte desletzten Umgangs

3. In der Mitte derzweiten (dickeren)Hälfte des letztenUmgangs . . .

9 mm

12

Breite der Schale( = Abstand derbeiden Seiten).

6,7 mm

Durchmesserdes Sipho.

1 mm

Entfernung desSiphorandes vonder Bauchseite.

Entfernung desSiphorandes vonder Rücken-seite.

8,5

15

11

1,5

2,3

4,5

6,7

Aus diesen Zahlen folgt zunächst, dass die Breite zur Höhe sich an verschiedenenStellen der letzten Windung fast unverändert wie 3 : 4 verhält (nach genauer Berech-nung resp. wie 1:1,34, 1:1,4 und 1:1,36); hierin steht die neue Art also in derMitte zwischen Lituites lituus und perfectus, bei denen das nämliche Verhältniss be-ziehungsweise = 4:5 und 2 : 3 ist. Weiterhin erkennt man, dass der Sipho innerhalbder ziemlich rasch anwachsenden Spirale, wenigstens soweit es beobachtet werdenkonnte, entfernter von der Bauchseite und näher dem Rücken durchbricht, als es dembei den oben genannten Arten bestehenden Verhältniss 1 : 2 für die betreffenden Ab-stände entsprechen würde; im gegenwärtigen Falle verhalten sich diese Entfernungen,jedesmal von der Mitte des Sipho aus gerechnet, an der ersten Bruchstelle wie 1 : 1,6,an der zweiten wie 1 : 1,3 und an der dritten wie 1 : 1,1. Daraus ergiebt sich nunzugleich, dass* die excentrische Lage des Sipho, umgekehrt wie bei Lituites lituus, vominneren Theil des Gehäuses nach oben zu abnimmt; möglicherweise tritt er im freienArm, vielleicht schon etwas früher, ganz ins Centrum.

Die Höhe der Kammern habe ich nur innerhalb der besprochenen Windung ander ersten der obigen Bruchstellen genau bestimmen können; dort sind 3 aufeinanderfolgende, stark convexe Scheidewände zu sehen, die längs den Mittellinien der Seiteneinen Raum von 6,5 mm einnehmen, also reichlich je 3 mm voneinander entfernt sind.Die Ebene ihrer Nähte steht jedesmal, senkrecht zur Schalenaxe. Uebrigens hört der