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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
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Streifen und Fleckchen von grauer oder röthlicher bis bräunlicher Farbe durchsetztund reicher an Versteinerungen, als es die an Oeland erinnernden hellgrauen Kalk-steine sind. Von dieser Art sind die beiden Geschiebe, deren Lituiten-Reste den Ab-bildungen zu Grunde liegen, sowie ein anderes von Heegermühle, welches nebenLit. perfectus noch Leptaena sericea Sow., Euomphalus sp., verwandt mit GualtericitusSchloth ., ferner 2 Schwanzschilder von Asaphus sp. cf. Ptychopyge rimulosa Ang . undeins von Illaenus sp. enthält. In der That ist die Art auch mehrfach im EhstländischenOrthocerenlcalk beobachtet worden. Fr. Schmidt 1 ) nennt aus demselben Lit. lituiis Iiis.,womit eben zunächst Lit. perfectus gemeint ist, wie auch schon aus der gleichzeitigenHinweisung auf T. I. Fig. 3 a in Bronn's und Roemer's Lethaea hervorgeht; jedochfindet sich damit zusammen auch Lit. lituus Montfort , von Fr. Schmidt wurde mirausdrücklich bemerkt, dass neben Stücken mit freiliegenden zugleich solche mit sichberührenden Windungen vorkämen. Diese Reste liegen hier ungefähr an der Basis desEchinosphaeriten-Niveau's, und dem entspricht auch die übrige Fauna obiger grauenKalke; ihr Ilauptfundort ist Karrool in Ehstland. Im Berliner paläontol. Museum sahich von dort ein von Dames mitgebrachtes und als Lituites cf. perfectus bestimmtesExemplar, welches zwar in einigen Merkmalen sich Lit. lituus etwas nähert, aber dochwohl zur Wahlenberg 'sehen Species gehört.

Ausserdem aber kommen graue Geschiebekalke mit dieser nämlichen Art vor, welcheentschieden auf Schweden hinweisen. Dahin rechne ich ein Stück von Eberswaldein einem dichten blaugrauen thonhaltigen Kalkstein, der äusserlick dem Nileus-Kalk S. 203ähnlich ist. Sodann ein Geschiebe aus der l. brückner 'schen Sammlung von Usadelzwischen Neubrandenburg und Neustrelitz, welches 2 schöne von Boll loc. cit. T. IX.Fig. 31. d—e und 31. f abgebildete Lituiten-Reste einschliesst. Das Gestein ist einhell gelblichgrauer Kalk mit ziemlich zahlreichen Kalkspaththeilchen, welcher mit denS. 219 bei Lit. lituus erwähnten Geschieben von Oderberg und Ratzeburg überein-stimmt und auf Oeland zurückgeführt werden muss. Die beiden Fossilien darin zeigendie charakteristischen hohen Kammern, weichen indess dadurch von der gewöhnlichenForm des Lit. perfectus etwas ab, dass die Ringwellen (wie ich es auch bei dem Oder-berger Exemplar aus rothem Kalk und dem zuletzt erwähnten Heegermühler Stücke beob-achte) noch gedrängter stehen und schmaler sind. Ausserdem liegen die Umgänge beidem einen, mit der Spirale (von 31 mm Drchm.) erhaltenen Exemplar einander sehrnahe, ohne sich jedoch zu berühren, wie es Boll irrthümlich angiebt und auch inseiner Fig. 31. f dargestellt hat; man erkennt sogar, dass der Windungsabstand, ganzwie sonst, vom Anfangspunkte des freien Arms aus nach hinten etwas grösser wird.Dieses letztere Stück wird von Boll fraglich als Varietät unter dem Namen striatus

■) Silur. Form v. Ehstlancl etc., p. 198.

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