Druckschrift 
Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
223
Einzelbild herunterladen
 

223

cles Gewindes wieder heran, so dass in der Gegend, wo der vorletzte Umgang aufhörtund der letzte beginnt, der Abstand beider mehr oder weniger, zuweilen auf ein Mini-mum, verkleinert ist; von dort aus entfernt sich die Schale nach der Spitze zu vondem nachfolgenden Umgang, um später wiederum sich demselben zu nähern. DerUebergang des gestreckten in den eingerollten Theil findet ganz allmählich statt, sodass Fragmente, die von beiden Theilen zusammen ein kleines Stück umfassen, einemCyrtoceras täuschend ähnlich sehen, während bei Lituites lituus an dieser Stelle eine,wenn auch nur schwache Einknickung zu sehen ist; zugleich ist der nach der Bauch-seite convexe Bogen, den bei letzterer Art der freie Arm in seiner untersten Partiestets aufs deutlichste zeigt, hier weniger ausgeprägt. Das Gehäuse ist seitlich starkcomprimirt, innerhalb der Spirale verhält sich die Entfernung der beiden Seitenflächenzur Höhe wie 2:3; nach oben hin rundet sich jedoch der gerade Theil ebenso ab, wiebei der vorigen Art. Die Kammerhöhe beträgt in der mittleren Region der letztenWindung etwa 2,5—3 mm, im unteren Theil des gestreckten Arms jedoch schon5—6 mm. Auf diesen grösseren Abstand der Kammerwände bei Lituites per/ectus imVergleich zu Lit. lituus wird man schon hingewiesen, wenn man die Abbildung derersteren Art bei Bkeyn mit derjenigen der letzteren bei Klein vergleicht 1 ). Der kleineSipho liegt, wie im Ganzen auch bei letztgenannter Art, zwischen Centrum und Innen-seite, y s des Durchmessers von der Bauchfläche und % vom Rücken entfernt; innerhalbder Spirale ist diese Lage desselben wenigstens schon im Anfang der Schlusswindungzu beobachten.

Bezüglich der Beschaffenheit der Oberfläche wäre zu bemerken, dass die Ring-wülste etwas gedrängter stehen und die Anwachsstreifen nach oben hin meist feinerund zahlreicher sind als bei Lit. lituus ; im Verlauf derselben stimmen aber beide Artenüberein. Bei den hiesigen Exemplaren zeigt sich mehrfach unter der oberen Steinhautnoch eine Schalenschicht mit äusserst feinen, aber immerhin deutlichen vertieftenPunkten, die in Querlinien angeordnet sind, welche jedoch nicht ganz mit den Streifender Oberfläche parallel laufen und namentlich auf dem Rücken kaum einen merkbarenSinus bilden.

Zu der beschriebenen Art gehört nun höchst wahrscheinlich als Wohnkammerein grösseres gerades Lituiten-Stüclc aus einem der Lituites per/ectus führenden grauenKalkstein-Geschiebe. Dasselbe ist kreisrund im Querschnitt und bei 80 mm Längeunten 14 mm, oben 20 mm dick, also sehr wenig coniscli (Wachsthumsverhältniss= 1 : 13,3). Rechnet man den Anfang der Wohnkammer von der letzten sichtbaren

0 Auch die Angabe bei K arsten loc. cit., dass die Scheidewände sich nicht sehr nahe stehenund ihr Abstand an einem seiner Exemplare bei 15 mm Dicke über 5 mm beträgt, bezieht sichaugenscheinlich auf Lituites per/ectus.