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Norden ein ähnliches Gestein nur als tiefstes Glied des Untersilur am Glint, d. h.dem steil nach Art einer Mauer zum Meere abfallenden nördlichen Uferrande von Ehst-land. In neuerer Zeit ist jedoch ein solcher glaukonitführender Kalkstein auch aufOeland an der Basis der dortigen mächtigen Ablagerung von Orthocerenkalk beob-achtet worden 1 ). Nach den vorliegenden Beobachtungen muss der Glaukonitkalk alsdas älteste unserer Silurgeschiebe gelten.
2. Körnig-krystallinischer Orthocerenkalk.
Im Allgemeinen ist das Gestein von hellgrauer, bisweilen fast von weisslichgrauerFarbe, meist etwas ins Bläuliche oder Bräunliche hin üb erspielend, und kaum wenigerdeutlich krystallinisch- körnig ausgebildet als die Urkalksteine des krystallinischenSchiefergebirges. Auf den Kluftflächen und mitunter auch an der Oberfläche der Petre-facten sieht man meist dünne erdige Lager von hellgrüner Farbe.
Die Avichtigsten Fossilien sind Orthoceras duplex und vaginatum, Orihis calli-gramma Dalm . soAvie Asaphus- und Megalaspis-l&este (darunter besonders As. ra-niceps Dalm .). Yon regulären Orthoceratiten fand ich bisher nur ein einzigesExemplar, dazu noch in einem etwas abweichenden Stücke des Gesteins. Hiernachist diese Geschiebe-Art, ^reiche nicht gerade häufig ist und in Form kleinerer Boll-Steine sich findet, als ein echter Yaginatenkalk im Sinne Fß. Schmidt's zu bezeichnen,da dieses Gebilde in Ehstland weitaus vorherrschend die Orthoceras- Formen mit rand-lichem Sipho und nur untergeordnet solche mit kleinem, centralem oder wenig excen-trischem Sipho einschliesst.
3. Rothe und rothbunte Orthocerenkalke.
Diese allbekannten Geschiebe treten in \ r erschiedenen Modificationen auf. Zu-nächst als ein compactes Gestein von gleichmässiger dunkel blutrother Färbung mitglitzernden Kalkspathlamellen. Sodann in Gestalt buntfarbiger Kalksteine, welche theilsgrössere, mehr oder minder helle graugrüne Partien inmitten der rothen Gesteinsmasseoder selbst überwiegend enthalten, theils auch eine sehr feste Gebirgsart von dunkleremAussehen und feinsplittrigem, mitunter auch körnigem Bruch darstellen, in welcherdunkel violettrothe bis braunrothe sowie graugrüne Theile, kleine Ockerflecken undweissliche Kalkspathnester in regellosem Wechsel zusammenliegen und bisAA 7 eilen, jedochselten, noch vereinzelte grüne Glaukonitkörnchen sich zeigen. Die Geschiebe derletzteren Art erlangen ab und zu eine ungefähr durchgehends schmutzig röthlichbrauneFärbung mit einem mehr oder weniger deutlichen Stich ins Grünliche. In beidenArten a r on rothbuntem Kalk, namentlich in der zuletzt erwähnten, beobachtet manausserdem häufig kleine, ovale oder rundliche, kalkreiche Eisenoolithkörnchen, welche
') Cf. G. Linnarssom , Geologiska iakttagelser under en resa pa Öland, Geolog. Poren. För-liandl., Bd. III (1876), p. 77.