171
Der Werth von B ergiebt mit Benutzung der oben abgeleiteten Gleichung
a=y ^.iog «
die Constante der Wärmeleitung und da die Periode T ein Jahr darstellt, so ist, wennals Einheit der Zeit die Minute genommen Avird, T = 365,25 . 1440 zu setzen. DasResultat der Substitution ist für die Beobachtungen
im Freien — = 0,8176
c '
und im Walde — = 0,4379.
c '
Dieselbe Grösse kann auch wieder aus den Constanten der Besseischen Gleichungermittelt Averden. Die Rechnung giebt mit Beibehaltung der oben eingeführten Bezeich-nungen und der eingeführten Einheiten cm und Zeitminute für ~ folgende Resultate:Aus den Werthen von w,
für die Tiefe von 0,6 bis 0,9 m: im Freien — 0,7854 und im Walde — 0,3560
» Ii >7 77 0,9 „ 1,2 m: "^"77 77 = 0,7145und aus den Werthen von U 1
für die Tiefe von 0,6 bis 0,9 m: — im Freien = 0,7059 und im Walde = 0,3835
77 77 77 „ 0,9 „ 1,2 m: * „ „ = 0,6443.
k
Demnach erhält man als mittleren Werth von — für die jährliche Temperatur-periode und die Einheiten cm und Zeitminute
für die Beobachtungen im Freien-- = 0,733; mittlere Temperatur = 8,96 und
„ „ „ „ Walde ~ = 0,392; „ „ = 8,21.
Der bedeutende Unterschied dieser Resultate ist, wie schon oben erwähnt wurde,soAvoh l eine Folge der in den oberen Bodenschichten auftretenden Störungen, als auch derVariationen, welche das Leitungsvermögen bei veränderter Temperatur und bei ver-änderter Feuchtigkeit des Bodens erfährt.
Aehnliche Resultate, wie sie aus den auf der meteorologischen Station Eberswaldeangestellten Beobachtungen vorstehend abgeleitet sind, können auch für die anderenStationen gefunden werden. Indem eine genauere Ausführung einer anderen Gelegen-heit vorbehalten bleibt, sollen im Folgenden nur die mittleren Monats-Temperaturenfür die Tiefen 0,6; 0,9 und 1,2 m im Freien und im Walde, sowie die mittlere Jahres-temperatur- der Luft, die aus den Curven der Erclbodentemperaturen sich ergebenden
22*