Druckschrift 
Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

170

Tiefe

Werth des

Temperatur-

D iff.

Eintrittszeit des

in m

Min.

Max.

Min. | Max.

0,G00,901,20

0,600,90

0,931,471,94

1,962,60

Beobachtungen im Freien:

18,22 17,29 d. 14. Februar

17,55 16,08 d. 16. Februar

16,77 14,83 d. 18. Eebruar

Beobachtungen im Walde:

15,2514,47

13,2911,87

d. 18. Februard. 20. Februar

d. 1. Augustd. 7. Augustd. 13. August

d. 16. Augustd. 21. August

Die angegebenen Resultate können ebenso wie früher die für die zweistündlichenBeobachtungen erhaltenen dazu benutzt werden, die Constante der Wärmeleitung desErdbodens für die jährliche Periode abzuleiten. Mit Beibehaltung der oben eingeführtenBezeichnung und der angenommenen Einheiten cm und Zeitminute ist

log log

,</ und x.

.X,

»Vs iog e=a ~ b

j die zusammengehörigen Werthe, wie sie sich

Substituirt man hier füraus den Curven ergeben, welche die Beobachtungen der monatlichen Mitteltemperaturenauf der Feldstation für die Tiefen 0,60; 0,90 und 1,20 m und auf der Waldstation fürdie Tiefen 0,6 und 0,9 m darstellen, so erhält man aus den Beobachtungen:

im Freien: A = 1,31046; B = 0,0011604und im Walde: A = 1,22170; B = 0,0016037.

Aus dem Werthe von A log J ü folgt die Jahresamplitude der Temperatur ander Oberfläche

im Freien 20,44" und im Walde = 16,66",während die directe Beobachtung für diese Grösse 21,64" und 18,77" ergab. Der be-deutende Unterschied dieser Werthe ist wieder wie früher dadurch erklärbar, dass dasan der Oberfläche aufgestellte Thermometer nicht die Temperatur der Oberfläche selbst,sondern die Mitteltemperatur der obersten Erdschicht von 2 bis 2,5 cm Dicke angab.

Will man aus den Werthen von A und B wieder die Tiefe berechnen, in welcherdie Jahresamplitude der Temperatur einen kleinen Werth z. B. 0,01" erhält und daherals verschwindend klein angesehen werden kann, so hat man die gesuchte Tiefe x 1 ausder Gleichung log 0,01 A x 1 B zu bestimmen.

Das Resultat der Rechnung ist, dass

im Freien in einer Tiefe von 28,5 m und Walde 20,1 mdie Jahresamplitude nur noch 0,01° beträgt.