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Luft beobachtet wurde. Diese Abweichung dürfte ebenso wie die für die im Folgendenbehandelten Yerspätungen der Temperaturextreme in den einzelnen Erdschichten ihreErklärung darin finden, dass bei den zu den Beobachtungen an der Erdoberfläche be-nutzten Thermometern das Quecksilbergefass die Form eines Cylinders von 2 bis 2,5 cmLänge hatte und das Thermometer in senkrechter Stellung so aufgestellt war, dass derCylinder gerade von der Erde bedeckt wurde. Deshalb giebt die Ablesung an diesemThermometer nicht die Temperatur an, welche unmittelbar dem Erdboden selbst zukommt,sondern eine Mitteltemperatur der obersten Erdschichten von 2 bis 2,5 cm Dicke.
Ausserdem folgt aus den angegebenen Zahlen, dass sowohl auf freiem Felde alsauch im Walde die Grösse der täglichen Oscillationen mit wachsender Tiefe rasch ab-nimmt und im Walde etwa nur halb so gross ist als in derselben Tiefe auf freiemFelde. Das Maximum der Temperatur ist für die oberste Erdschicht auf freiem Feldegrösser, im Walde kleiner als das Maximum der Lufttemperatur. Das Minimum derTemperatur erscheint wegen der oben angegebenen Art der Aufstellung des oberstenThermometers sowohl im Walde als auf freiem Felde grösser als das Minimum derLufttemperatur.
Die täglichen Mitteltemperaturen sind im Walde kleiner als für dieselben Tiefenim Freien und zwar beträgt ihre Differenz für die beobachteten Tiefen der Reihe nach2,77 3,78 2,14 2,66 2,83 2,68° C.
Ferner ergiebt sich, dass sowohl das Minimum, als auch das Maximum und diebeiden täglichen Mittelwerthe der Temperatur in den verschiedenen Erdschichten ver-spätet eintreten. Diese Yerspätungen betragen:
Beobachtungen im Freien:
Min.
1. Med.
Max.
2. Med.
Von 0,00 bis 0,15 m Tiefe
„ 0,15 „ 0,30 „ „
Beobac
3 11 14'3" 36'
litungen im
2 h 32'4" 28'
Walde:
1" 42'4" 48'
3" 6'5" 0'
Min.
1. Med.
Max.
2. Med.
Von 0,00 bis 0,15 m Tiefe
v 0,15 „ 0,30 „ „
3 11 6'4" 33'
2" 48'5" 12'.
1" 44'7" 32'
3" 0'6" 12'
Aus diesen Resultaten folgt, dass sowohl für das Minimum, als auch für dasMaximum die Verzögerung ihres Auftretens mit wachsender Tiefe zunimmt. Für dasMaximum ist die Verzögerung in der obersten Erdschicht kleiner, wird dann aber inder folgenden grösser als für das Minimum, in der obersten Erdschicht ist die Ver-zögerung im Freien und im Walde dieselbe, wird dann aber in der folgenden im Waldegrösser als im Freien. Diese Thatsachen zeigen, dass das Wärmeleitungsvermögen in