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der Luft- und der Erdbodentemperatur am grössten ist, nachdem sie heraufgezogenwaren, viel länger, als zu der Beobachtung erforderlich war, eine constante Stellungbeibehielten und da stets zuerst die Zehntel und dann erst die ganzen Grade abgelesenwerden, so ist nicht zu befürchten, dass die Thermometer andere Temperaturen an-zeigen, als die der Erdschichten, aus welchen sie heraufgezogen wurden.
In der angegebenen Weise wurden die Temperaturen für die Tiefen von 0,3; 0,6;0,9 und 1,2 m beobachtet und zwar konnten dieselben an der Scala der Thermometerunmittelbar bis auf 0,1 0 abgelesen werden. Ausser den 4 bis zu den angegebenenTiefen eingelassenen Thermometern sind noch auf jeder Station sowohl auf freiem Felde,als auch im Walde zwei feststehende Thermometer so weit in den Erdboden einge-graben, dass sich bei dem einen das Quecksilbergefass unmittelbar unter der Erdober-fläche und bei dem andern 0,15 m unter derselben befindet. Bei diesen beiden Ther-mometern schreitet die Scala nach */ 6 0 fort und werden die ungeraden Zehntel durchSchätzung ermittelt. Des äusserlichen Schutzes wegen sind die Thermometer in Blech-hüllen eingelassen, doch sind diese, um den Einfluss der Wärmeleitung durch dasMetall möglichst unschädlich zu machen, in ihrem untern Tlieil vielfach durchbrochenund ausgeschnitten und ist das Blechrohr ausserdem, so weit es eingegraben ist, voll-ständig mit Erde gefüllt, so dass das Quecksilbergefass und bei dem tiefer eingegra-benen Thermometer auch der untere Tlieil des Thermometerrohrs in unmittelbarer Be-rührung mit der Erde steht.
Die zu den Beobachtungen benutzten Thermometer, welche nach der Centesimal-Scala getheilt sind, wurden bei den zuerst angelegten Stationen von der Actien- Gesell-schaft in Berlin früher J. G. Greiner jr. und Geissler und später von dem MechanikusR. Fuess in Berlin verfertigt und sind, ehe sie zu den Beobachtungen benutzt wurden,mit genau calibrirten Normalthermometern für die in Frage kommenden Temperaturenvon 5" zu 5" verglichen worden. Aus den Fehlern, die sich dabei für die ein-zelnen Thermometer ergaben und die nur ausnahmsweise 0,2" überschritten, wurdefür jedes derselben sein mittlerer Fehler bestimmt und bei der Zusammenstellung derBeobachtungen berücksichtigt. Eine sonstige Correctur, die namentlich für die oberenbeiden Thermometer, bei denen sich che Scala in der Luft befand, wünschenswerthgewesen wäre, konnte vorläufig wenigstens nicht angebracht werden. Ein un-gefährer Ueberschlag zeigte, dass bei Annahme der ungünstigsten Yerhältnisse, die imLaufe des Jahres vorkommen können, die Correctur für das Thermometer an der Erdober-fläche circa 0,10" und für das Thermometer in 0,15 m Tiefe circa 0,06" betragen würde.
Bei einer Zusammenstellung der Erdboclentemperaturen kam es zuerst darauf an,zu untersuchen, bis zu welcher Tiefe sich die täglichen Temperaturschwankungen indem Erdboden bemerklich machen und in wie weit die zu den BeobachtungszeitenMorgens 8 Uhr und Nachmittags 2 Uhr angestellten Ablesungen geeignet sind, einen