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1. das Waldwegenetz die Holzabfuhr aus allen Forstorten mit den geringstenSchwierigkeiten ermöglicht,
2. die Abfuhr auf dem, nach örtlichen Verhältnissen gegebenen kürzesten Wegeerfolgen und
3. die Abfuhr nach möglichst vielen Absatzorten bewirkt werden kann, demHolze also ein möglichst grosser Absatzbereich geschaffen wird; dass weiter
4. die Anzahl der hiernach erforderlichen Waldwege auf das zulässig geringsteMaass beschränkt und endlich
5. die Wegrichtungen thunlichst auch zur Begrenzung der Wirthschaftsfigurenmit verwendet werden, soweit dieses mit den sonstigen Grundsätzen der Eintheilungvereinbar ist.
Vorangehen muss dem Entwürfe des Waldwegenetzes zunächst eine Unter-suchung und Prüfung der wirthschaftlichen Verhältnisse.
Auf Grund vorhandener Karten, Revieracten und örtlicher Inaugenscheinnahmeist die Lage des einzurichtenden Arbeitsfeldes zu den Nachbarwäldern, welche bisdahin vielleicht den Holzabsatz nach einer Richtung hin allein besorgt haben, zuprüfen; es ist namentlich in Erwägung zu ziehen, ob die Bestandesverhältnisse dieserConcurrenz-Wälder auch für die Folge den Ilolzconsum voraussichtlich allein zu be-friedigen in der Lage sind, und ob nicht durch zweckmässig eingelegte Wegadern imeinzurichtenden Waldkörper das Holzabsatzgebiet nach diesen, bisher gar nicht ver-wendeten Richtungen hin zu erweitern ist.
Ebenso wichtig ist die Untersuchung der Frage: welchen Einfluss die Brennholz-Surrogate auf den Ilolzconsum ausüben? In gar vielen Fällen vermögen gute Weg-linien auch diesen Surrogaten Concurrenz zu bereiten.
Ganz besondere Aufmerksamkeit verdient ferner die Prüfung der in der Nachbar-schaft des Waldes vorhandenen allgemeinen Verkehrsanstalten — der Land-, Wasser-und Schienenwege —. Diese dem allgemeinen Verkehre dienenden Wege sind in Bezugauf Lage, Richtung, Gefäll, passende Anschlusspunkte und Anschlussstrecken für dieWaldwege örtlich genau zu prüfen, .und ist dabei besonders zu erwägen, in wie weitmit Sicherheit vorauszusehende Eventualitäten der Zukunft, z. B. Aenderungen dieserbestehenden Verkehrsadern durch gänzliches oder theilweises Verlegen derselben Avegenzu hohen Gefälles, oder die Anlage neuer VerkelirsAvege beim Entwürfe des Wegenetzeszu berücksichtigen sind. Von Wichtigkeit ist diese Frage in Gegenden, in welchendie Ausführung der künstlichen Verkehrsmittel noch zurücksteht. Hier darf man denmöglichen und wahrscheinlichen Verlauf künftiger Eisenbahnen, Chausseen nicht ausserA.cht lassen, denn diese werden nicht selten eine Aenderung der bisherigen Holzabsatz-verhältnisse herbeiführen. NotliAvendig ist es desshalb, dem Wegenetze die Möglichkeiteines leichten Anschlusses an die veränderten Verhältnisse bei derem Eintreten zu