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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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III. Das forstliche Versuchswesen bei der Forstakademie.

Das Wesen einer Hochschule besteht in der Verbindung des Unterrichts mit derwissenschaftlichen Forschung. Die Hochschule ist wissenschaftlich productiv. Die Auf-gabe der Mittelschule wird durch den Unterrichtszweck erfüllt.

Auf der Forstakademie Eberswalde hat die wissenschaftliche Forschung vonAnfang an eine fruchtbare Stätte gefunden. Pfeil, der Urheber einer Fülle von neuenIdeen, die Andere verarbeitet haben, ausgestattet mit einer feinen Beobachtungsgabefür die Vorgänge im Walde, war vorzugsAveise nach der spekulativen Seite hin durchAusbau der forstlichen Betriebslehre und einzelner ZAveige der Verwaltungslehre fruchtbar.Ratzeburg hat es ungeachtet der auf ihm lastenden, das ganze Gebiet der forstlichwichtigen Naturwissenschaften umfassenden, beinahe erdrückenden Unterrichtsaufgabedurch unermüdlichen Fleiss und rastlosen Forschertrieb möglich gemacht, auf dem Wegeder exakten Forschung die forstliche Wissenschaft durch eine Reihe A r on Entdeckungenzu bereichern. Die forstliche Entomologie und die Anwendung derselben im Forst-schutze haben ihm vorzugsAveise ihre Entwickelung zu danken.

Die Avissenschaftliche Arbeit, welche sich der exakten Forschung durch plan-mässige Beobachtungen, Untersuchungen und Versuche, der s. g. inductiven Methode derForschim» auf forstlichem Gebiete bedient, bildet den Inhalt des forstlichen Versuchs-

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Avesens. Man kann das letztere bezeichnen als die Gesammtheit der Bestrebungen undEinrichtungen, die zur Förderung der forstlichen Wissenschaft und Wirthschaft durchBeobachtungen, Untersuchungen und Versuche dienen.

Bezüglich der Betheiligung der Forstakademie Eberswalde an den Arbeiten desVersuch AA 'esens sind zwei Zeiträume zu unterscheiden, die Periode der Einzelarbeit von1830 bis 1871 und die Periode der organischen Verbindung des VersuchsAvesens mitder Forstakademie seit 1871.

Aus der Periode der Einzelarbeiten sind hervorzuheben:

die schon erwähnten bedeutenden Forschungen Ratzeburgs auf entomologischemGebiete und die minder bedeutenden Arbeiten desselben in Bezug auf die Pathologieder HolzgeAvächse,

die Holzertragstafeln von Schneider und Pfeil,

die Beobachtungen und Untersuchungen Pfeils über das Verhalten der deutschenWaldbäume, niedergelegt in den in den Kritischen Blättern veröffentlichten boden-kundlichen Abhandlungen und pflanzenphysiologischen Aphorismen, soAvie in der nachPfeils Tode herausgegebenen deutschen Holzzucht (1860),

die im Forstgarten bei EbersAvalde von Pfeil und in neuerer Zeit angestelltenVersuche über Pflanzenerziehung,