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durch eine mindestens 7 monatliche, die Monate October bis April einschliessende
Lehrzeit im Walde bei einem Königlichen Oberförster,durch ein mindestens 2Y 2 jähriges Studium auf einer Forstakademie oder auf einem
mit einer Universität verbundenen Forstlehr-Institut des Deutschen Reichs,durch das Bestehen des forstwissenschaftlichen Tentamens,
durch das Bestehen der Feldmesser-Prüfung, welcher eine mindestens 5monatliche
Beschäftigung hei einem vereideten Feldmesser vorangehen muss,durch eine mindestens 2jährige praktische Ausbildung im Forstwirthschaftsbetriebe
und in der Geschäfts-Verwaltung, endlichdurch das Bestehen des forstlichen Staatsexamens (der Oberförster-Prüfung).
Empfohlen wird ausserdem das Studium der Rechts- und Staatswissenschaftenauf einer Universität. Nach Beendigung desselben, sowie nach mindestens einjährigerBeschäftigung bei einer Regierung oder mit Arbeiten, die von der Centraiforstbehördeübertragen sind, können sich die Oberförster-Kandidaten einer Prüfung in den Staats-wissenschaften unterwerfen. Die Oberförster-Kandidaten, welche dieselbe bestandenhaben, werden zu Forstassessoren ernannt und bei der Beförderung der Oberförster zuForstmeistern vorzugsweise berücksichtigt.
In Uebereinstimmung mit dem anderweit geordneten Studiengange wurden unterdem 5. April 1875 die Statuten für die Studirenden der Forstakademien Eberswaldeund Münden, und das Regulativ für die letzteren, — beide noch jetzt gültig 1 ) er-lassen.
Die erweiterten Aufgaben der Forstakademie durch Hinzutritt des forstlichenVersuchswesens und die Ausdehnung der Studienzeit auf 5 Semester mit Trennung derVorlesungen nach 2 bezw. 3 Kursen machten die Vergrösserung des Akademie-Gebäudesdurch einen Neubau erforderlich. Derselbe wurde im Herbst 1873 begonnen und imSommer 1876 beendet. Am 25. October 1876 fand durch den Oberlandforstmeistervon Hagen die Einweihung des neuen Forstakademie-Gebäudes statt.
Zum 1. November 1873 wurde der Professor Schneider, nach einer 43 jährigenverdienstvollen Wirksamkeit bei den Forstakademien Berlin und Eberswalde auf
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seinen Antrag unter Verleihung des Charakters als Geheimer Regierungs-Rath in denRuhestand versetzt. In seine Stelle trat am 1. Octoher 1873 der Prof. Dr. Müttrich,welchem ausser dem Unterrichte in der Mathematik und Physik die Leitung der meteo-rologischen Abtheilung des forstlichen Versuchswesens zufiel.
Am 29. October 1873 fand in dem Forstgarten bei Eberswalde die Enthüllungs-feier des im gothischen Style errichteten Denkmals für die 30 Forstleute statt, welchein den Kriegen der Jahre 1864, 1866 und 1870/71 gefallen waren. Die Kosten des
') S. Danekelmann, Jahrb. Bd. VIII. S. 259 u. f.
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