in ihm wachgerufen haben, das an die Uckermark grenzende Länd-chen Löwenberg zu erwerben. Aber bald nach dem Jahre 1463,wo Hans noch einmal in Angelegenheit des ihm verpfändetenBoytzenburgs genannt wird, scheint er — einer der reichsten Grund-besitzer seiner Zeit — verstorben zu sein.
Seine Gattin dürfte eine geborene von Arnim gewesen sein.
II. Als Nachfolger in seinem grossen Besitze, zu dem Liebenbergals Bestandtheil Löwenbergs gehörte, sehen wir seinen Sohn Achimoder Joachim, der gleichfalls als Rath und Ritter am kurfürst-lichen Hofe in Ehren stand, obwohl er die hohe Stufe des Ansehensund Einflusses seines Vaters nicht mehr erreichte. Auch scheinter die finanziellen Tugenden seines Vaters, Sparsamkeit und über-legte Wirthschaftsführung, nicht ererbt zu haben; seine letztenLebensjahre zeigen schon Spuren des beginnenden Verfalls. Nachdemer urkundlich zuerst 1469 genannt wird, tritt er erst 1488 wiederhervor und da er als « Ritter » bezeichnet wird, ist wohl anzunehmen,dass er dem kriegerischen Kurfürsten Albrecht Achilles bei seinenvielen Kriegszügen Folge leistete.
Aus dem Lehnsbrief vom 17. Mai 1490, durch welchen Achimfür seine Besitzungen im Lande Löwenberg durch den Bischof vonBrandenburg, seinen Oheim Joachim, die Erneuerung erhält, gehthervor, dass Achim damals in Friesack seinen Wohnsitz hatte.Er hat also wohl, wie sein Vater Hans, die Feldmarken des heutigenLiebenbergs nur selten beschritten. Vielleicht hat er dabei Pläneentworfen, wie den im Kampfe mit den mecklenburgischen Nachbarnverfallenen Höfen, den verwilderten Aeckern, die sich um einehalb zusammengebrochene Kirche gruppirten, Rettung und Besserungzuzuführen sei ?
Gegen Ende seines Lebens wohnte er auf der Burg Löwenberg.Er war damals, wie ehemals sein Vater, Rath des Kurfürstengeworden, was ihn aber nicht hinderte, sich in Fehdehändel ein-zulassen. Es geht dieses aus einer Klage im Jahre 1501 hervor,wo Achim zum Schadenersatze für einen gewissen Ludwig Woldickeverurtheilt wird, der «vom Leben zum Tod» im Gefängniss zuMagdeburg gekommen sei — wohl als Reisiger Achims.
Die Gattin Achims, der 1515 oder 1516 starb, gehörte derFamilie vonBrandenstein an, aus derem mecklenburgischen Zweige.