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Es ist anzunehmen, dass zu dieser Zeit bereits die Kirche zuLiebenberg bestand. Ihre aus Granitsteinen in einfachsten Formengehaltenen Thüren zeigen den rein gothischen Spitzbogen. Wirgehen nicht fehl, wenn wir die Errichtung der einfachen kleinenKirchen aus Granitsteinen, wie wir sie in Liebenberg, Bergsdorf,Grüneberg, Löwenberg, Badingen u. s. w. sehen, auf die Zeit zurück-fuhren, wo das Ländchen Glien-Löwenberg geistliche Herren hatte.
Burgen standen nur in Löwenberg und Badingen. Die Ritter-sitze in Liebenberg und Hoppenrade sind erst unter den Bredowsgegründet worden, wenn auch daselbst vorher bei den Bauern-und Cossäthenhöfen bischöfliche Amt- und Kornhäuser gestandenhaben mögen.
Das Land Löwenberg wurde den 19. April 1460, am SonntagPalmarum, durch Hans von Bredow auf Burg Friesack für denPreis von 9000 Goldgulden erworben. Den Bischöfen war dieVerwaltung des so entlegenen und wenig einträglichen Besitzes zuumständlich geworden. Zur Zeit jenes Erwerbes bestand das Länd-chen aus den Ortschaften Löwenberg, Zabelsdorf, MildenbergBadingen, Wendisch - Mutz, Bergsdorf, Hoppenrade, GrünebergTeschendorf und den wüsten Feldmarken Lanke (Liebenberg), Ost-hern, Kerkow, Schrapsdoif, Neuhof und Neuendorf. Das Ländchengruppirt sich anfänglich um die Burg Löwenberg.
Zum leichteren Verständniss der folgenden Vererbung Lieben-bergs geben wir die nachstehende Uebersicht. Die Besitzfolge istdurch die Zahlen I bis VIII bezeichnet.