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eng bei einander — von einem vermag man zum andernhinüberzublicken — das heimelt ihn an, nicht die sandige Mark,nicht Cölln an der blauen Spree, nicht das wilde Preussen. Aberden Edelmann, der alles ritterliche Handwerk treibt und liebt, freutdie Jagd aus dem Vollen — und den denkenden, thatkräftigenEdelmann holländischer Kultur reizt es, Ordnung zu schaffen, auchaus dem Vollen. Sein Dienst wird ihm zum Sport — und seinSport zum Dienst. Wir vermögen uns schwer in unserer Zeit einensolchen Typus zu denken. Im Contakt mit den Colonien magnoch hin und wieder eine solche Figur auftauchen — innerhalbEuropas nicht mehr.
Seinen väterlichen Besitz hat Jobst Gerhard dem BruderGeorg Wilhelm, wie wir bereits oben hörten, übergeben, denn erhat, im Dienste des Kurfürsten stehend, keine Zeit für die Ver-waltung. So findet er neben der Mutter den Bruder im elterlichenHeimatlande, und bei der greisen Mutter die Schwestern, ihr treulichin Zevenaar zur Seite stehend. Auch findet er in dem Hause desBruders Georg Wilhelm den Sohn, der sein Erbe sein soll, denkleinen 1644 geborenen Friedrich Wilhelm, den die SchwägerinAnna lustine von Hembize, Georg Wilhelms Gattin, als Stamm-halter der Familie schenkte. Ihm selbst war der Erbe versagt undseine Blicke und Gedanken wendeten sich dem kleinen Knaben zu,der seinen Namen trägt.
Es hatten Jobst Gerhard wichtige Geschäfte im Jahre 1647und 1648 nach Cleve geführt.*) Darumist er auch bei den Feierlich-keiten anwesend, welche die St. Antonius-Schützen in Cleve zurFeier des langersehnten und mit Gottes Hilfe endlich abgeschlossenenFriedens veranstaltet haben.
Neben den älteren Schützengilden von St. Sebastian, St. Georgund St. Barbara zu Cleve constituirte sich 1461 eine neue Gesell-schaft, die St. Antoniusschützen. Die Mitglieder verpflichteten sichbei der Aufnahme, den St. Antoniusorden während ihres Lebenszu tragen und ihn nach ihrem Tode zum Besten der Kirche,worin die Wappen der Verstorbenen gemalt oder ausgemeisseltund für ihre Seelenruhe Vigilien, Messen, Commenden gehalten
*) Siehe weiter unten.