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haltbar geworden ist. Wahrscheinlich ist nur, dass beide Höfeeinen Theil des zur Villa Geizefurt gehörenden Waldes ausmachten.Gänzlich unhaltbar ist die Ansicht Nettesheim's, dass die alte BurgKervendonk die Stelle der Villa einnehme; schon abgesehen davon,dass das Besitzthum nicht super fluvium Nersa gelegen war. Tibusweist mit Recht auf die Urkunde hin, in der Graf Johann von Clevedie beiden verschiedenen Besitzungen Burg Kervendonk undGeizefurt seinem Neffen Adolph v. d. Mark am 14. Februar 1367in Pfandschaft gibt. Durch Beibringung eines weiteren historischenMaterials hat es Tibus fast gewiss gemacht, dass das bei Weezegelegene Haus Hertefeld wenn nicht die Villa Geizefurt selbst,doch mindestens der letzte Rest derselben ist.
Hertefeld war ein clevesches Lehn, dessen Träger neben demHerzog von Geldern und dem Grafen von Cleve über die «saneteCyrvaies luden» (Leute) in Hinweisung auf das Cyriacusstift von Lorschzu richten hatte. Die Jurisdiction hinsichtlich der Anstellung vonLehrer und Küster wurde noch bis zum Schlüsse des vorigen Jahr-hunderts von dem Herrn von Idertefeld ausgeübt. Wann und unterwelchen Umständen das grossartige Allodium (Geizefurt) „habentemhobas III et hobas serviles XVIII et sylvam in quam mitterepossumus mille porcos perfecte saginari"*) zersplittert wurde, istnicht nachweisbar.
Die Kirche von Weeze wird nach einem uralten Zehntregister,das sich im Besitze des Pfarrers Henrichs zu Dornik befindet,bereits 1305 erwähnt. Sie wurde auch 1334 durch den GrafenDiedrich von Cleve dem Stifte Monterberg incorporirt und gingmit der Verlegung des Stiftes nach Cleve an dieses über.»
Zur Erläuterung der vorstehenden Ausführungen Mooren's magFolgendes dienen:
In ältesten Zeiten bewohnten die Attuarier die Gegend ander Niers, der Gau (pagus) trug den Namen pagus Hattuariorum.Von den Attuariern, einem Stamme der Franken, spricht Ammia-nus Marcellinus Hb. XX ad annum 358.**)
*) („enthaltend III Ilufen und XVIII Hufen in Bewirthschaftung durch Unfreie,sowie einen Wald, in dem man tausend Schweine halten kann, vorzüglich ernährt".)
**) Knippenberg hist. eccles. dirc. Gelriae,