370 ANMERKUNGEN
JRüclckeh/r aus Italien von der Stadt huldigen und bestätigte ihre Privi-legien. Wenn sie sich dann bald darauf vorübergehend den päbstlichenForderungen fügte, so blieb doch ihre Stellung zum Kaiser lange eineschwankende. Es wäre irrig, wollten wir in Basel das Inlerdict in denJahren 1330—1345 stricte beobachtet glauben,: vielmehr blieb die Stadtselbst bei Beobachtung des Interdictes gut kaiserlich gesinnt, vgl. CMüllera. a. 0. 1, 295. 2, 105/. Dabei aber bleibt Heinrichs Behauptung als richtigbestehen: die regelmässige Spendung des Abendmahles au alle warseit c. 14 Jahren sistiert gewesen.
87 die hungerigen seien vgl. Brga 97, 37.
92#. Vgl, Anm. m 53#.
91 ff. Ich glaube, dass diese Stelle einiges Idcht auf die FcssenlieimcrAffaire wirft, vgl. Anm. zu XXV, 26 und 27/. In Sachen der Pfarrevon Fessenheim müssen 1338 Zwistigheüen ausgebrochen sein, vielleichtdadurch, dass die Öltiuger nach dem Tode ihres Ministerialen Johann,von Ehingen bemüht waren, abermals einem der Ihrigen die FesscnheimcrPfarre zuzuwenden, wahrend Kaisheim und die Graisbacher für HvNeintraten. Dass die Otlinger öfter mit Kaisheim in Zwist lebten, dafürfehlt es nicht an Belegen, vgl, Anm. zu LIX, bff. Der Streit um Fessen-heim sollte vor dem Augsburger Bischof entschieden werden. Den Aus-gang wissen wir nicht, nur so viel, dass JIvN in Folge des FrankfurterGesetzes (Anm. zu, XXVII, 2lj)\) die Heimat verliess. Im Jahre 1345berührt nun nach unsrem liriefe Heinrichs alter Widersacher, der Schütz-ling des Grafen von Ottingen, mit diesem auf der Meise nach Avignonbegriffen, Basel; er sucht HvN auf und 'gibt diesem demütiglieh seineKirche auf, d. h, er verzichtet auf die Fesscnheimcr Pfarre, meinkirchen, wie HvN sieh ausdrückt. So kann ivenigstens der Lauf derDinge gewesen sein. An festen Anhaltspunkten fehlt es gänzlich.
99/ Gemeint ist nach Pregers Auseinandersetzungen S. Ulf. die Ge-sandtschaft Ludwigs an Clemens VI, die um Ostern 1345 abgefertigtwurde — -weshalb die Abfassung dieser zweiten Briefhälfte näher an dieOstcrzcü hinanreicht als an den Beginn der Fasten —, und mit der GrafLudwig VIII d. J. von Ottingen mit dem Delfin Humbert und anderen,deren Namen nicht genannt werden, betraut war, petens graeiam cecle-siae, wie die sog. Chronik Heinrichs von Bebdorf berichtet (vgl. 100 undbegert gnaden). Vgl. auch CMüller a. a. 0. 2, 209.
101 Unter den Basler Gottesfreunden, die sich um HvN scharten,wird öfters neben Margarctha zum, goldnen Bing ein Herr Heinrich ge-nannt, von dem HvN Grüsse nach Medingen ausrichtet. Er scheint mitihm eng befreundet gewesen zu sein: cm unserer Stelle heisst er Heinrichsgrosser Freund, XLIV, 65/ wird er eds nnser lieber prüder der beimir ist bezeichnet; Brief ' XLII (46) hat HvN ihm in die Feder dictiert;XL VI, 88 erscheint er als mein here Heinrich. Es läge nun nahe