340 ANMERKUNGEN
XVIII
Vorbemerkung. XVI tl bezieht sich auf XVII, vgl. Anm. mXVIII, 7/.
3ff. Es bleibt eine offene Frage, wer der von Nicolaus V (1328—1330), dem ungerechten babist, den der Paier machit ze Rom, zumBischof prädestinierte Barfüsser aus dem Geschleehte der Ebner gewesensei, da Heinrich es nur als ein on dit hinstellt und keine nähere Be-stimmung zu geben vermag. Dass Ludwig der Baier die Franciskanerbegünstigte, ist bekannt. Zu dem Geschlechte der Nürnberger Ebner —die Nürnberger Appellation gegen des Pabstes Vorgehen fertigte Ludwigam 18 December 1823 im Hause des Albrecht Ebner aus (CMüller KampfLudwigs d. B. mit der römischen Curie 1, G7) — stand er in näherenBeziehungen. Li Donauwörth hat Ludwig verscliiedenlich Urkunden aus-gestellt, er könnte also auch mit Gliedern des dortigen angesehenen Ge-schlechtes der Ebner in Berührung gekommen sein, wodurch MargarethasSympathien für den Kaiser eine weitere Erklärung erhalten würden. —Was wir von den Prälaten wissen, die dem Gegenpabsle Nicolaus ihreErhebung zu verdanken hallen (Müller a. a. 0.1, 198/.), bietet fürunsern Fall auch nicht den geringsten Anhaltspunkt. — Meine nicht ge-nügend zu begründende Vermuthung, es habe sich um Besetzung desEichstädter Bischof Stuhles (Müller a. a. 0. 1, 148. 201. 300; AloysSchulte Hie sog. Chronik des Heinrich von Bebdorf 1870, 34; Sax Gesell,des Hochstiftes u. der Stadt Eichstädt 112) gehandelt, führe ich nur an,weil ich sie nachträglich schon bei von Falckensiein in dessen Antiqui-täten Nordgaoienses oder Nordgauische Alterthümer und Merckwürdig-keiten u. s. iv. 1733, 1, 179/. (Kap. XLII) freilich mit mehr Phantasieals Kritik ausgesprochen gefunden hcdje; vgl. auch Sax a. a. 0. 113.Die Briefe Heinrichs von Nördlingen (er eignet sie fälschlich dem Hein-rich Seuse zu) waren Falckenstein doch wol aus der BittcrUnschen Hand-schrift bekannt.
4 der Tnier, so wird der Kaiser Ludwig minachtig von seinembayrischen Unterthemen HvN auch XXXII, 56 genannt.
5 was er dich bestand was er dich angeht = wie er mit dir ver-warnt ist?
If. Hier fordert Heinrich den Brief mit dem Gebet de corporeChristi zurück, den er nach XVII, 118//'. der Margaretha von Augsburggeschickt hatte; XVIII ist mithin an dieser Stelle einzureihen. Dazupasst auch gut, wenn Heinrich seine Anfrage über eine Begebenheit amden Jahren 1328—1330 mit den Worten ib. han lang vergessen (XVHt,2) einleitet.
8 Margaretha von Augsburg vgl. Anw, zu XV1F, 120.
9 Vgl. Anm. zu XV, 31//'.