288 ANMTCUKUNGEN
Worte berichtet: "herre, ich wil ienier me gerne durch dinen willen]iden waz mich joch ane gat'. also was ir dar nach durch got lichteze lidende, waz si ane gie. Von der Zweckmässigkeit des Leidens hierauf Erden handelt ausführlich auch das Bvga. Während Seuse lehrt,es gebe nichts peinlicheres als leiden %ind nichts fröhlicheres als gelittenhaben, geht 'Eckhart an einer Stelle (Myst. 2, 434, 39/J noch weiter,indem ihm nicht das gelitten haben sondern das gegenwärtige Leiden dasFröhlicliste ist. Vgl. besonders Seuses Schriften ed. Deniflc 1, 384/ 217.— Wackernagel Altd. Fred. 420. Deniflc Das geistliche Leben 3 351/'.Eckhart 443, 25/
3, 21 mit gohsennen mit hohlen Händen.
4, 3. 5 ziehen abs. in den letzten Zügen, im Sterben liegen, vgl. seiziehen, sei ausziehen Schmeller F. 2, 1106. 1098. 1, 990. Lexer 3, 1105ergänzt den letzten ätem.
4, 8. 5, 11 muss ungeminnet soviel eds ungeminne 7, 20 unliebens-würdig, unfreundlich bedeuten.
5, 12 Vgl. 9, 2. Es darf zu dieser Stelle an folgende Worte Taulerserinnert werden: dar umb were es gar sicherlich, das die menschen,die der worheit gerne lebetent, das die hettent einen gotzfrunt, dem
sü sich underwurffent, und das sü die rihtent noch gotz geiste......
die menschen soltent einen gelebeten gotzfrunt über hundert milensuochen, die den rehten weg bekantent und sü rihtetent (Basier Ausg.föl. 146", Ausg. von 1498 feil. 232 nb J. Dem schlicsst sich der Engel-berger Prediger bei Wackernagel Altd. Fred. 588, 160/. (vgl. 585, 48/.Jgenau an: dar umb solt eins einen gelebten friund gottes suochenund us erwellen dem er nach volgti und usz des leben er bas ge-törst sterben denne usz sinem leben, und disem menschen solt mansich gentzlich lassen also das man frilich sterbe und das ewig lebenin diser gehorsami verdieni. Vgl. auch Bieger a. a. O. 437/. 'LanierAusg. von 1498 fol. 45".
5, 17 gebannen tag Fastentage.
5, 21 siu machet ez sie, die Schwester, sei die Ursache, dass dieOberin ihr (Margarethen) das Essen aufgetragen und sie zum Essen ge-zwungen habe.
6, 4 Mit dem menschen ist Ludwig der Baier gemeint, vgl. 0, 13.Mit ihm beschäftigt sich ME noch 103, Iff. 148, Iff. 13/. 150, 19/158, 16/
6, 13 wol kum in der tat. Übersetzung sanus discederet.
G, 14 Ludwig der Baier belagerte Burgau von Ende December 1324bis Anfang Januar 1325 (am 10 Januar war er noch vor Burgau); dieFeste, von Burkhard von Ellerbach (jetzt Erbach bei Ulm), dem öster-reichischen Ff leger in Burgau vertheidigt, wurde Anfang Januar 1325