GRAFEN YORK V. WARTENBURG.
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Irägt einwärtssehcnd den Adler des 1. und 4. Feldes; der mittlere den vorwärts-selienden Kopf eines Löwen von natürlicher Farbe (Helm des Stammwappcns), undder linke den Kranz und das Schwert des 2. und 3. Feldes. Die Decken desrechten Helmes sind schwarz und silbern, die des mittleren blau und silbern, unddie des linken grün und golden. Den Schild hält rechts ein cinwärtssehender Löwevon natürlicher Farbe, links ein silbernes Einhorn. Beide stehen auf einem rothenBande mit der Devise: Nec Cupias Nec Metuas.
Die Grafen York v. Wartenburg sind aus einer Adelsfamilie inPommern entsprossen, welche, wie Droysen (das Leben des Feldmar-schalls Grafen York v. Wartenburg, I. 5) angiebt, der Sage nach, Eng-land als die Heimath nennt. „Dort blühe das Geschlecht in den Earlsv. Hardwicke, wenn auch nichts, als das Wappen, das blaue Andreas-kreuz in Silber, und die Devise „nec cupias, nec metuas" die alte Ver-wandtschaft bezeuge. In den Zeiten Cromwells habe die Abzweigungder jetzigen deutschen Yorks begonnen. Katholiken und treue Anhängerder Stuarts seien sie bei deren erstem Sturze ausgewandert, mit denLeslies gen Schweden, unter Carl XII. nach der preussischen Ostsee-küsle gekommen. Eine Heirath sei der Anlass zum Wechsel der Religiongeworden. Eben daher stammte wohl das Gütchen Gussow oder Gustkowin Hinterpommern." Dasselbe scheint noch David Jonathan v. Jork, geh.7. Juli 1721, k. preuss. Stabscapitain bei der Garde, verm. mit MariaPflug aus Potsdam, besessen zu haben. Wie sich nach Droysen (III. 498)ergiebt, war David Jonathan der Sohn eines 1 736 gestorbenen Predigersin Rowe, einem hart an der Seeküste gelegenen Dorfe der SlolperGegend, welcher Letztere in das Kirchenbuch eingeschrieben hat: 12. Nov.17 13 bin Ich, Johannes Jarcken Guslkowski, zu Rowen instituirt worden.In eben diesem Kirchenbuche findet sich, dass sich der Prediger zuRowe 26. April 17 14 mit Anna Sophia Rirrovin (Birr), Ehrn Mich.Birrovii, Pastoris Dammensis, ältesten Jungf. Tochter (gest. 1738) ver-heirathet habe. Da die aus dieser Ehe stammenden fünf Söhne, nichtblos die zwei Officiere, und die Tochter, sich mit dem Adelsprädicatebezeichneten, so ist es wahrscheinlich, dass der Vater nach der Sittejener Zeil, seines geistlichen Standes wegen, das „von" weggelassenhat. In Bezug auf das Nähere, so wie auf die verschiedenen gleich-namigen pommerseben Familien und die sehr verschiedene Schreibartdes Namens muss die Redaclion auf Droysen (III. 498—510) verweisen.
Von dem Stabscapitain David Jonathan v. Jork, vermählt mit MariaPflug aus Potsdam, stammte als Sohn: Hans David Ludwig v. York,geb. 26. Sept. 17 59, wahrscheinlich zu Gussow. Letzterer, gest. 4. Ocl.1830, als General-Fehlmarschall, stieg zuerst in k. preuss. Kriegsdienstenbis zum General der Infanterie, wurde nach der Eroberung von Paris,3. Juni 1814, vom König Friedrich Wilhelm III. von Preussen in be-sonderer Anerkennung seiner, als Feldherr geleisteten Dienste, und na-mentlich in Erinnerung des Kampfes bei Wartenburg bei Gelegenheitdes Ueberschreilens der Elbe, zum Grafen York v. Wartenburg erhobenund erhielt zugleich eine grosse Dotation, bestehend aus den Güternder ehemaligen Malteser-Commcnde Klein-Oels bei Ohlau in Schlesien,welche die jelzige gräfliche Majoratsherrschaft Klein-Oels bilden. Die