GRAFEN V. WOLKENSTEIN.
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um! niinntc sich nach demselben Villanders zu Pradell. Ein Urenkelseines Sohnes Tegevo, Rudolph , kaufte 1292 das alle Schloss der Fa-milie Maulrapp, welches auf einem hohen Felsen in Groden stand undwelches man, da das Schloss fast immer von Wolken umgehen war,Wolkenslein nannte. Nach diesem Schlosse nannte sich Rudolphs Sohn,Conrad oder Randold v . Villanders, 1307 (1328) zuerst Wolkenslein,und von demselben stammen die jetzigen Grafen v. Wolkenslein ah.Conrads Enkel, Michael (Berthold) und Oswald , stifteten seit 1402 zweiLinien, die zu Trostburg und zu Rodenegg.
Den Freiherrenstand ertheilte Kaiser Friedrich III. 1476 der Liniezu Trostburg und eine Erhstamm-Verbindung kam 12. Jan. 1530 zuStande. Der freiherrliche Titel: zu Rodenegg wurde vom Kaiser Maxi-milian IL 2. Aug. 1564 ertlieill und das Erbland-Stallmeister- und Vor-schneidcr-Aml in Tirol 24. März 1568 verliehen. Den Reichsgrafen-stand verlieh Kaiser Ferdinand II. 24. Oct. 1630 und derselbe wurdevom Kaiser Ferdinand III. G. Aug. 1637 bestätigt. Dass, wie v. Hell—Lach (Adelslexicon IL 781) angiebt, die Linie zu Rodenegg den Grafen-litel erst im 18. Jahrhundert erhalten habe, ist wohl in Zweifel zuziehen, da Megerle v. Mithlfeld, dessen Fleiss sehr anzuerkennen ist,eine Erhöhung in dieser Zeit nicht angiebt.
Franz Christoph Freiherr zu Wolkenstein vermählte sich gegenEnde des 16. Jahrhunderts mit Maria, der Tochter des Grafen Otto zuEherstein, und so erhielt die Familie nach Erlöschen der Grafen v. Eber-slein 1GG3 einen Theil der gleichnamigen Herrschaft derselben inSchwaben, wodurch Silz und Stimme auf der schwäbischen Grafenbankerlangt wurde. Dieser Theil wurde aber später an Baden verkauft, undso finden sich denn im Geneal. Reichs- und Staals-Lexicon, so wie inden Werken von Krekel und Jacobi unter den Grafen der schwäbischenRank die Grafen v. Wolkenstein nicht mehr vor. So ist denn Gauhe(I. 2920), da selbst Hühner (Lexicon genealogicum, Hamburg 1751)den Forscher verlässt, die einzige, der Redaclion als zu beachtendebekannte Quelle, und die Angaben derselben vermitteln den Anschluss andie Gegenwart nicht. Hier sollten doch wirklich im Interesse der alten,berühmten Familie die Archive derselben eintreten!
Die Familie zerfällt jetzt nach den obigen Angaben in die Haupl-liuien: Wolkenstein-Troslhurg und YVolkenstein-Rodencgg.YVolkenstein-Trostburg ergiebt drei Linien: die ältere Linie zu Trost-burg, die mittlere zu Lcdnitz und die jüngere Linie; Wolken-slein-Rodenegg aber scheidet sich in eine ältere und in eine jün-gere Linie.
Die hier anzuführenden Glieder der Familie sind :
Wolkenstein-Trostburg. Gestiftet durch Michael v. Wolken-slein, Herrn zu Trostburg, 1420.
Aeltere Linie zu Trosthurg. LEOPOLD Johann Baptist , GrafWolkenstein-Trostburg, Freiherr zu Neubaus — Sohn des Grafen AntonMaria, gest. 16. Jan. 1808, k. k. Kämmerers und grossherz. würz-burgischcn Ministers, aus der Ehe mit Maria Anna Gräfin v. Firmian,