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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. U. ZU WESTERIIOLT.

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Recklingshausen liegt. Auf dieser Burg kommen schon im 13. Jalirh. dieWesterholt als freie Bannerherren vor. 1390 gaben dieselben diese Burgdem Kurfürsten von Colli zum Leben, welcher dafür in allen Fehden Schulzund Unterstützung zusagte. Bernhard war 1540 Ahl zu Iburg bei Osna-brück , ein anderer Bernhard kommt als k. k. General im 30jährigenKriege vor und Burckhard war in der zweiten Ilälfte des 17. Jahrb.fürstlich-münsterscher Geh. Rath und Gesandter am Reichstage zu Re-gcnsburg. Letzterer soll vom Kaiser Leopohl I. 1667 den Freiherren-stand in die Familie gebracht haben, während Andere annehmen, dassder erwähnte k. k. General Bernhard v. W. vom Kaiser Ferdinand III.in den Freiherrenstand erhohen worden sei. Nach einer, in der Familiesich vorfindenden Stammtafel war Nicolaus Vincentius, gest. 1667, dererste Freiherr. Dietrich Conrad Adolph, Freiherr, Herr auf Lembeck etc.,wurde vom Kaiser Leopold 1. 1700 in den Reichsgrafenstand erhohen,hinterliess aber nur drei Töchter, und so erlosch im Mannsstamme mitdemselben der Grafenlilel. Doch kam in diese Familie, welche hei denErz-, Hoch- und Ritterstiflern zu Trier, Bremen, Osnabrück und Speier,so wie bei dem Johanniter-Orden vielfach aufgeschworen war und auswelcher viele Glieder sich dem geistlichen Stande widmeten und indiesem zu hohen Würden gelangten, durch zwei andere Erhebungenvon Neuem der Grafenstand, und von den drei Linien, in welchen dieFamilie jetzt blüht, führen zwei: die Reichs- und Burggrafen zu Wester-holt und Gysenberg in Preussen und die Grafen v. Westerholt in Bayernden Grafentitel, die dritte dagegen: Weslerholl-Hackfort in der ProvinzGeldern den freiherrlichen Titel.

Was die erstere der beiden neueren Erhebungen in den Grafen-stand anlangt, so vermählte sich Wilhelmine Freiin und Erbin v. Wester-holt einzige Tochter des Freiherrn Joseph Clemens August v. Wester-holt und Gysenberg aus der Ehe mit einer Freiin v. d. Recke zu Horst,und Enkeltochter des Freiherrn Ferdinand Otto v. Westerholt und derMaria Agnes Freiin v. Kelller, Töchter von Wilhelm Freiherrn v. Ketllerund Maria Elisabeth v. Giesenberg - im Jahre 1771 mit LudolphFriedrich Adolph Freiherrn v. Bönen zu Berge und Overhausen, kurcöln.Geh. Rath und Ober-Stallmeister, und Letzterer wurde, unter Ablegungseines Namens und Wappens, vom Kaiser Joseph 11. 27. Juli 1779unter dem Namen: Reichs- und Burggraf zu Westerholt und Gysenbergin den Grafensland erhoben. Die Familie v. Bönen ist übrigens einsehr altes westphälisches Geschlecht, welches aus dem gleichnamigenOrte, in dem die Glieder der Familie Dynasten waren, stammt. Hermannv. Bönen, Riller, kommt schon 1152 in einer Urkunde des ErzbischofsArnold v. Cöln vor. Später war die Familie bei der clevischen, ber-gischen, münslerschen und westphälischen Ritterschaft aufgeschworen.Das Wappen zeigt in Silber eine pfahhveis gestellte rothe Kette vonfünf Gliedern und auf dem Helme zwei Straussenfedern, die rechte roth,die linke silbern. Die Ahnentafel des ersten Grafen zu Westerholtund Gysenberg, Ludolph Friedrich Adolph , ist folgende: Conrad v. Bönenzu Berge; Johanna v. d. Hoven, Erbin zu Overhaus. Ludolph Georg

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