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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. WELSERSIIF.IMLI.

desselben, Octavian , gest. 1074, war früher Kaiser Conrads II. Rathund begab sich später (nach Einigen 1078, so dass das Todesjahrabgeändert werden luiissle) nach Augsburg und erhielt die Aufnahmeunter die rathsfähigen Geschlechter. Die Nachkommenschaft desselbenkam zu Augsburg zu grossem Reichthum und hohem Ansehen, wurdedem schwäbischen und fränkischen Ritterstand einverleibt, theiltc sich inviele Linien, welche in verschiedenen Theilen Deutschlands blühten, undder Name Welser findet sich oft in den Hochstiften zu Augsburg undRegensburg, so wie auch im Johanniterorden vor. Einige Linien desGeschlechts erhielten früh den Freiherrenstand, und Kaiser Carl V. vor-lieh, wichtiger Dienstleistungen wegen, der Familie besondere Vorrechte.Bekannt ist, dass Philippine Welser die Tochter des Franz Welseraus der Ehe mit einer Freiin v. Zinnenberg (nach Bucelini Zinnendorf) gest. 24. April 1580, im Jahre 1550, gleich ausgezeichnet durchTugend, wie durch Schönheit, die Gemahlin Erzherzogs Ferdinand vonOesterreich-Tirol wurde.

Der Stammherr der österreichischen Linie ist Sebastian Welser, k.Officier, welcher in der zweiten Hiilflc des 16. Jahrhunderts als Beför-derer des kaiserlichen Salzwesens in Ober-Oesterreich und Steiermarkgenannt wird. Der Sohn desselben, Georg , mit Gütern und Eisenwerken inOber-Oesterreich und Steiermark angesessen, erhielt vom Kaiser Matthias1. Sept. 1616 eine Anerkennung und Bestätigung seines altadeligen Standesund Herkommens und vom Kaiser Ferdinand II., von einer Besitzung inOber-Steiermark, das Prädicat: v. Gumplenstein. Des Letzteren vier Söhne,Johann Georg, Johann Adam, Peter Paul und Carl Friedrich , wurdenvom Kaiser Ferdinand III. 27. Febr. 1651 in den reichs-, so wie in denerbländisch-österreichischen Freiherrenstand mit dem Prädieale Welsers-heimb zu Gumptenstein erhoben. Peter Paul blieb 1681 bei der Be-lagerung von Ofen, die drei anderen Brüder pflanzten das Geschlecht fortund durch die Söhne derselben kam der Reichsgrafensland in die Familie.Es wurde nämlich vom Kaiser Carl VI. 29. Nov. 1719 der Sohn JohannAdams, Sigmund Friedrich Freiherr v. Welsersheimb zu Gumplensteinauf Frauenburg und Thurnau, k. Geb. Rath, mit seinen Vetlern GeorgFriedrich , Solln Johann Georgs, und Wolf Christoph , Sohn CarlFriedrichs, in den Reichsgrafensland mit den Titel: Grafen v. Welsers-heimb, Freiherren auf Gumptenstein, Herren zu Falkenburg, Grünbichl,Welsherg und Tliunau, erhoben.

Die jetzigen Grafen v. Welsersheimb stammen in gerader Linie vonSigmund Friedrich ab und sind Sühne und Enkel des Grafen Joseph,gest. 12. Mai 1811, aus der Ehe mit Antonia Gräfin v. Suardi, geh.22. Jan. 1770, verm. 31. Aug. 1788, gest. 25. Febr. 1841.

Der jetzige Bestand der Familie ist folgender:

LEOPOLD Caspar Vincenz Welser Graf v. Welsersheimb undGumplenstein Sohn des Grafen Joseph geb. 5. Jan. 1793, Herrund Landmann in Sleier und Kärnten, k. k. Kämmerer, Geb. Rath undSeclionschef im Ministerium des Innern, ehemaliger Gouverneur vonlllyrien, verm. 17. Juli 1815 mit Antonia Gräfin z. Szdpary, geb. 2. Dec.