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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. WEISSENWOLF.

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gehörte. Dietrich (Theodoricus) v. Weissenwolf, von Arnold, welchernm 955 fiel, im vierten Gliede stammend, wurde im 12. Jahrh. vomBischöfe Eberhard zu Bamberg nach Kärnten geschickt, um die dortigenBesitzungen des lloehstifts zu verwalten. Durch den Enkel desselben,Heinrich , einen Sohn Günthers , kam der Name Ungnad zu dem Geschlechts-namen, weil derselbe (s. Drössers Chronik der Familie Weissenwolf,Leipzig 1602, und Colins Thcalrum gentis Weissenwolf. 1675), imDienste des Herzogs Ulrich von Kärnten, als er den gegen den Herzogsich auflehnenden Turpin v. Schachenstein 1 240 in dessen, in der Herr-schaft Waldenstein gelegenen Schlosse belagerte, keine Gnade wider-fahren lassen wollte, von Turpins Gemahlin, oder, wie Einige angeben,von der des Herzogs Ulrich, Ungnad genannt wurde: ein Name, welchenman der Familie beilegte und welchen dieselbe auch annahm und be-hielt. Bei Erlangung der Reichsgrafenwürde wurde jedoch der alteGeschlechtsname: Weissenwolf wieder angenommen, doch seihrieben sichspäter immer noch mehrere Glieder des Geschlechts: Ungnad v. Weissen-wolf. Otto , ein Nachkomme Dietrichs, vertheidigte 1275 Friesachals Held gegen Zawisch v. Rosenberg, den Feldherrn Oltoears v. Böhmen,und verlor 1278, wie Baibin angiebt, dem hartbedrängten Rudolphv. Habsburg gegen Herhört v. Fullstein auf dem Marchfelde beistehend,ein Auge. Johann , ein Nachkomme Conrads (s. oben die Wappeni-beschreibung), k. Kammermeister, erhielt vom Kaiser Friedrich III.9. Oct. 1462 das Scbloss Sonneck zur Lehn und den Freiherrenslandmit dem Prädicate: von Sonneck. Von den Enkeln des Freiherrn Johann,Johann (Hans) und Andreas , ist besonders der Erstere durch seineSchicksale bekannt geworden. Derselbe war des Kaisers Ferdinand I.Kämmerer und Feldherr gegen die Türken, verlor aber später, als Freundder Reformation, seine Güter" und trat in die Dienste des Herzogs Ulrichv. Württemberg. Bekannt ist die von ihm zu Tübingen zur Verbreitungseiner Schriften eingerichtete grosse Buchdruckerei, doch giebt Valvasoran, dass der. beabsichtigte Zweck nicht erreicht worden sei. Von denSöhnen desselben pflanzte keiner den Stamm fort. Die Erhaltung desStammes ging von Andreas aus, dessen Sohn David , gest. 1600, Bot-schafter an der Oltomanischen Pforte war. Von dem Letzteren stammteAndreas (II.) und der Sohn desselben, David (IL), gest. 1672, liesssich zuerst aus Kärnten, in welchem Herzogthum die Familie grosseGüter erworben halte, in Oesterreich nieder. Derselbe, k. k. w. Geh. Rath,Hof-Kammerpräsident, Oherst-Erbland-Hofmeisler in Oesterreich o. d. E.seit 14. Jan. 1658, wurde vom Kaiser Ferdinand III. 1645 in denReichsgralensland erhoben und 1652 in das schwäbische Grafencollegiumaufgenommen. Graf David v. Weissenwolf war verm. mit ElisabethGräfin Jörger v. Tollet und Zagging, einer Tochter des bekannten JohannQuintin Grafen von Jörger, gest. 1705, welcher am Hofe des KaisersLeopold I. den Beinamen: der RechLliche, erhallen halte, und die Ab-stammung der jetzigen Familienglieder von demselben abwärts ist fol-gende: IIelmhard Christoph Sohn des Grafen David geh. 1635,gest. 19. Febr. 1702, lt. k. Geh. Rath, Landes-Hauptmann in Oeslerreich