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GRAFEN. V. WEISSENWOLF.
Grafen v. Weissenwolf.
fidboltfd). ®e|Urretdj.
Resitz: die Herrschaften Sievcregg, Spielberg, l.uflenherg, Lusterfelden und harz.
Wappen: qnadrirter Schild; 1 in Roth ein-fechtssprihgender, aufgerich-teler, silberner Wolf mit 'aufgehobenem Wedel (Stammwappen); 2 und 3 in Blau einevier Quadern hohe goldene Mauer mit drei Zinnen (nach Sponer: Tumersdorf, nachAnderen zur Erinnerung an die von Conrad v. Weissenwolf, jüngerem Enkel Dietrichs,s. unten, zur Zeit Kaiser Friedrichs II. zuerst erstiegene Mauer der belagertenStadt Damascusl; 4 in Roth ein Paar mit goldenen Halsbändern zusammengekop-pelte und mit den Rücken gegen einander gekehrte, springende, silberne Bracken,Ueher dem Schilde stehen drei gekrönte Helme. Auf dem rechten Helme sitzteinwärtssehend ein silberner Wolf (Helm des Stammwappens). Der mittlere Helmträgt zwei Btiffelshörner, von denen das rechte silbern, das linke rollt ist, undhinter denselben einen olTenen, von Gold und Blau mit gewechselten Tincturenquergetheilten Adlersilug (zum 2. und 3. Felde gehöriger Helm); und auf dem linkenHelme sitzen neben einander zwei mit den goldenen Halsbändern zusammengekop-pclte, einwärtssehende, silberne Bracken. Die Helmdecken sind rechts rotli undsilbern, links roth und golden. — Bei dieser Beschreibung ist auf Spener, Trier,das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt etc. Rücksicht genommen. BartschensWappenbuch, hier freilich eine sehr zu beachtende Quelle, ergiebt mehrere Ver-schiedenheiten. Der Wedel des Wolfes im 1. Felde ist niedergekehrt, im 2. und3. goldenen Felde stellt eine blaue Mauer, vier Steine, hoch und oben viermalgezinnt, so dass die äusseren Zinnen in den Feldesrand treten, und im 4. rothenFelde erscheinen aufgerichtet zwei silberne Hunde mit ausgeschlagenen Zungen undaufgereckten Ohren. Dieselben sind mit den Köpfen von einander, mit den Rückengegen einander gekehrt, und die Ringe der silbernen Halsbänder derselben werdendurch einen grösseren Bing zusammen gehalten, von welchem eine Kette von dreiwechselsweise runden und viereckigen Gliedern herabhängt. Beide sind auchmit den niederwärtshängenden Schwänzen dadurch verbunden, dass dieselbeneinmal um einander geschlungen sind. Der Wedel' des Wolfes auf dem rechtenHelme hängt ebenfalls herab, und auf dem mittleren Helme stehen zwei Adlers-fliigel, jeder wie das 2. und 3. Feld tingirt und belegt, überdies aber noch mitzwei Büßelshörnern von Hermelin beladen. Jedes Horn ist an der äusseren Seiledie Länge herab mit einem schmalen, silbernen Streif besetzt, welcher mit aus-wärisgekehrten Zirkeln geschuppt, und jede seiner sechs Spitzen mit einem Granat-apfel besetzt ist. Auf dein linken Helme erscheinen die beiden aufgerichteten undgekoppelten Hunde des 4. Feldes. Die Heinidecken sind rechts und links silbernund roth, in der Mitte golden und blau. — Bei Erhebung in den Grafenstand istdas freiherrliche Wappen nicht vermehrt worden.
Die Grafen v. Weissenwolf stammen aus einem sehr alten fränki-schen Geschlechte, welches zu den Ministerialen der Bischöfe von Bamberg