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liegenden Gebieten etc. In diesen Lehenbriefen gaben die Kaiser denenv. Wedele den, ihnen auch vom deutschen Orden zugestandenen Titel:Nobiles. In ihren händereien hatten sie ihre Söldner, unter welchenauch Edle waren, als After-Vasallen belehnt, und geboten so über einegrosse Streitmacht.
Was die jetzigen Grafen v. Wedel anlangt, so ist Jürgen Ernstv. Wedel, Herr zu Spiegel, Reetz, Nürnberg und Bütow, geb. um 1590,gest. 1661, der gemeinschaftliche Stammvater der Grafen v. Wedel zuWedelsborg in Kühnen, zu Jarlsberg in Norwegen und zu Evenhurg undGödens in Ostfriesland, und es sind nach dieser Annahme, welche sich,wohl aus der Familie seihst, im Geneal. Taschenbuch der gräfl, Häuser(1852, S. 745) findet, die Angaben hei Gauhe und Anderen über ver-schiedenen Ursprung der Grafen v. Wedel zu Wedelsborg und der Grafenv. Wedel zu Jarlsberg zu berichtigen, besonders da das dänische Wap-penbuch (II, 343 und 344) in genealogischer Beziehung genaue Aus-kunft nicht erlheilt. Jürgen Emsts älterer Sohn, Wilhelm Friedrich(aus der pommerschen Linie, wie das dän. Wappenbuch angiebl), ver-mählte sieh mit einer Tochter des bekannten dänischen SlaatsminislcrsHannibal v. Sehested (nicht Sehestedt) und erhielt durch diese Vermäh-lung die sehestedschen Gitter, welche König Christian V. von Dänemark10. Ilec. 1672 zur Grafschaft Wedelshorg und den Besitzer derselbenzum Grafen Wedel v. Wedelsborg erhob. Wahrscheinlich ist dieserStamm schon mit des Erhobenen Enkel, einem Sohne des Grafen Hannibal,erloschen, — Der zweite Sohn Jürgen Emsts, Gustav Wilhelm (dasdänische Wappenbuch giebt nur an, dass derselbe mit münsterischenHülfstruppen in dänische Dienste gekommen und 1676 General-Majorund 17 17 Feldmarschall-Lieutenant geworden sei) vermählte sich mitder Erbtochler v. Evenhurg, Maria v. Ehrenlreiter, kaufte mit dem Erlöseseiner märkischen Güter die Grafschaft Jarlsberg in Norwegen und wurdevom König Christian V. 8. Jan. 1684 als Graf v. Wedel-Jarlsberg inden dänischen Grafensland erhohen. Derselbe hinlerliess seinem älterenSohne, Georg Ernst , die norwegischen, dem jüngeren, Freiherrn Erhard,die Herrlichkeit Gödens und das Rittergut Nesse in Ostfriesland. DieNachkommenschaft des Ersteren, die Grafen v. .Wedel-Jarlsberg, sindder Redaelion nur bis nach dem Anfange dieses Jahrhunderts bekannt.Der Sohn Erhards — ist dieser Freiherr Erhard derselbe, welcher eineGräfin Friis v. Friisenburg zur Gemahlin hatte, mit dieser die Grafschaftdieses Namens und 13. April 1743 den dänischen Freiherrenstand, mitBeilegung des friischen Wappens (Dän. Wappenb. IL XL1V. 5), erhielt?— Anton Franz erbte von seinem mütterlichen Oheim, dem Grafenllaro ßurchard v. Fridag, die Herrschaft Gödens in Oslfriesland undwurde vom König Friedrich II. von Preussen 21. Jan. 17 76, als k.preuss. Kammerherr, Geh. Kriegsrath und Hofrichter, Ehrenmitglied derostfriesischen Regierung, in den preuss. Grafenstand erhoben, hei welcherErhebung das Wappen der Grafen v. Wedel-Jarlsberg bestätigt wurde.Denselben Grafenstand erhielt vom König Friedrich Wilhelm III. vonPreussen 6. Juli 1798 Leopold Magnus Gottlob , Land-Jägermeister in