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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. WARTENSLEBEN.

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Wie oben angegeben wurde, fiilirle die Familie eigentlich denNamen BaiTenslcben und' war im Magdeburgischen, wo auch die Stamm-gilter Gross- und Klein-Bartensleben liegen, so wie im Halberstadtschenangesessen. Die Familie schied sich in drei Linien, und zwar in fol-gende: in die schwer ins che Linie, gestiftet von Gurizel v. Barlens-leben, und erloschen 1360 mit Otto Rosa (s. oben); in die bartens-l eben sehe, gegründet von Bardo, Comes und Armiger, und ausgestorben1683 mit Vollralh Christoph v. Bartensieben, auch genannt v. Werlhens-leben, worauf die Magdeburger Lehen Stassfurth und Bumbey dem Kur-fürsten Friedrich Wilhelm 111. von Brandenburg anheim fielen, da diejüngere Linie nicht zur gesammten Hand in diese Lehen aufgenommenworden war; und in die exten sc he Linie, gestiftet um 1244 vonHermann 11. v. Bartensieben. Derselbe erhielt durch Vermählung mitAgnale v. Eckerslein das Gut Exten bei Rinteln, veränderte mit seinemVater, Hermann I., den Anfangsbuchstaben seines Namens, das B, nachniedersächsischer Aussprache in W, nannte sich daher Wartensleben,und slellLe in seinem Schilde, anstatt des vom Kaiser Carl dem Grossenbestätigten blutigen Wolfs über den Garben, den Wolf mit offenemRachen aus einem Busche springend dar. Die vollständige Stammreihedieser dritten Linie beginnt mit Bono v. Wartensleben, welcher in Lehen-briefen von 1471 und 1473 vorkommt. Von den Nachkommen desselbenhatte Hans Tonnes zwei Söhne, Simon Hermann und Johann Joachim,welche zwei Hauptlinien bildeten, die ältere und die jüngere. Dieältere Hauptlinie breitete sich durch des Stifters, Simon Hermann,Enkel, Alexander Hermann und Simon Elmershausen , in zwei Aeste, denersten und den zweiten Ast aus. Der erste Ast schied sich durchdrei Söhne Alexander Hermanns, Hermann, Friedrich Ludwig und LeopoldAlexander , in drei Zweige, den älteren, den mittleren und denjüngeren Zweig. Der zweite Ast blieb ungelheill, auch trat in dervon Johann Joachim gegründeten jüngeren Hauptlinie keine Theilung ein.

Der Freiherrensland kam vom Kaiser Leopold 1. 1668 in der PersonChristians , holländ. Obersten, in die jüngere Haupllinie, und AlexanderHermann , k. preuss. General-Fehlmarschall, aus der älteren Hauptliniestammend, wurde vom Kaiser Joseph 1. 29. März 1706 in den Reichs-grafenstand erhoben, wobei dem älteren Sohne desselben, Carl Philipp,geslallet wurde, Namen und Wappen der Familie v. FlodrolF seinemNamen und Wappen zusetzen zu dürfen. — Diesen Reichsgrafenstanderhielt 1745 vom Kaiser Franz I. die gesammle Familie, somit auchdie jüngere Haupllinie, bestätigt.

Für die genealogischen Verhältnisse der jetzigen Grafen v. Wartens-leben sind nachstehende Angaben sehr wichtig: von Botho (s. oben)stammten im 7. Gliede die beiden Brüder, Alexander Hermann , geb.1650, gest. 1734, k. preuss. Feldmarschall, und Simon Elmershausen,geb. 1653, gest. 1720, k. preuss. Regierungsrath, Drost zu Hausberge:Ersterer ist, nach der jetzigen Eintheilung der Familie, der Stammvaterder preussischen, oder älteren, Letzterer der österreichischenLinie. Von den zehn Söhnen Alexander Hermanns, des Stifters der