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2 (1853) L - Z
Entstehung
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640
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640 GRAFEN V. U. ZU WAL SEE, HERREN V. GUYARD U. ST. JULIEN.

Grafeil v. u. zu Walsee, Herren v. Guyardu. St. Julien.

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Besitz: Skalizka und Neuhof in Mähren. Wolfsegg in Ober- und Hainstetlen in Nieder-Oeslerreich.

Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. Im goldenen Mittelschild eingekrönter und goldenhewehrtcr, schwarzer Doppeladler. 1 und 4 der Länge nachgetheilt; rechts quergetheilt, oben in Gold eine schwarze, unten in Schwarz einegoldene Rose (Stammwappen des Hauses Guyard); links in Silber ein rechtsaufstei-gender, gekrönter, rother Löwe mit doppeltem Schweife (Linie St. Julien); 2 und 3in Schwarz ein silberner Querbalken (Walser). Ueber der Grafenkrone erheben sichdrei gekrönte Helme. Aus dem rechten wächst vorwärtssehend, mit zur Seite empor-gehaltenen Vorderpranken, der rothe Löwe der linken Hälfte des 1. und 4. Feldesauf, welcher auf der Brust einen kleinen Schild mit der rechten Hälfte des 1. und4. Feldes trägt (Helm des Stammwappens. Der Helm des Hauses Guyard trugursprünglich ein goldenes, rothllammendes Herz); auf dem mittleren Helme stehtder Adler des Mittelschildes, und auf dem linken ein die Sachsen einwärtskehrender,schwarzer Adlersflug, welcher mit einem silbernen Querhaiken belegt ist (walsee-scher Helm). Feld 2 und 3 und linker Helm sind bei Erhebung in den Freiherren-stand, Mittelschild und mittlerer Helm aber bei Erlangung der Grafenwürde hinzu-gekommen. Die Decken des rechten und mittleren Helmes sind schwarz undgolden, die des linken silbern und rotli. Den Schild halten zwei Druiden mitlangen ßärten und Gewändern; der rechte mit goldenem Kleide und schwarzerLeibbinde hält in der rechten Hand einen grünen Mistelzweig, und der linke mitschwarzem Kleide und goldener Leihbinde in der linken Hand eine goldene Sichel.Beide, in Riemenschuhen, stehen auf einem Bande mit dem altceltischen Schlacht-ruf : Tahusticuw.

Die Reichsgrafen v. u. zu Walsee, Herren v. Guyard und Sl. Julien,stammen aus einer der ältesten Adelsfamilien Frankreichs, aus demHause Guyard, welches im südlichen Frankreich, in der Provencepays Chartrain, schon im 12. Jahrhundert, zur Zeit der KönigeLudwig VI. und VII., blühte, Besitzungen halte und Aemter und Staats-