Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
610
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BIO

GltAFF.N V. WAGF.H8PEBG.

trafen v. Wagensperg.

fiatljolifd). ©cflcrrctdj.

Besitz: in Kärnten und Steietmark die Herrschaften Greissenegg, Obcrvoilslierg, Alt-keinaeli elc.

Wappen: Schild der Länge nach gelheilt; rechts in Roth drei neheneinander stehende, mit den gezackten Schärfen rechtsgewendete, mit goldenenGriffen versehene Sicheln; links in Silber ein rother, goldengekrönter Adler. Heben-der Grafenkrone stehen zwei gekrönte Helme, von denen der rechte die drei Sichelnder rechten Schildeshälfte, der linke den Adler der linken Schildeshälfte trägt. DieHelmdecken sind rollt und silbern. So gieht das Wappenbuch der öslerr. Mo-narchie (VIII, 37) das Wappen, und eben so, nur ohne die Grafenkrone, dasWappenbuch der durchlauchtigen Welt (IV, 433). Nach dem Geneal. Taschenbuchder gräfl. Häuser (1848, 721) ist der Schild quadrirt mit Mittelschild. Mittelschildder Länge nach getheilt, rechts in Roth drei neben einander aufgerichtete Sicheln mitgoldenen Griffen, links in Silber auf grünem Hiieel ein rother, gekrönter Adler.1 und 4 in Silber ein aus dem unteren Fcldesrandc einwärts halb hervorwachsendes,rolhes ltoss; 2 und 3 in Silber eine rollte Kirchenfahne von zwei Lätzen, zwischenwelchen eine goldene Kette herabhängt. Eine Abbildung dieses vermehrten Wappensmit Helmen etc. oder sonst Näheres war nicht aufzufinden. Was die obengegebene Abbildung und Reschreibung anlangt, so bescheidet sich die Redacliongern, dass sowohl das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt, als das der österr.Monarchie hinsichtlich des Adlers in der linken Schildeshälfte und auf dem linkenHelme geirrt haben kann. v. Meding (II, S. 632) giebt nach Bartschens Wappenbuchan: im 2. silbernen Felde einen grünen, dreihügeligen Berg mit einem gekröntenAdler besetzt, welcher in der heraldischen Stellung des Adlers erscheint und soden Berg berührt, und fügt hinzu: auf dem linken Helme Berg und Adler, wie imSchilde. Siebmacher (III, 28) hat den Berg nur im Schilde, auf dem linken Helmefehlt der Berg. So könnte leicht die Angabe der linken Hälfte des Mittelschildesim Geneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser richtig sein. Der Adler auf dem Drei-hügel ist wahrscheinlich das Wappen der Pausacher und Pötschacher, welches dieFamilie erhalten Italien soll. Nur Letztere kann gewisse Auskunft ertheilen.

Sehr alles krainer und kärnlner Geschlecht, welches im 16. Jahr-hunderl nach Steiermark und Oesterreich kam und zuerst den Freiherren-und dann den Reichsgrafenstand erhielt. In Krain und Kärnten blühtedasselbe in früher Zeit als Riltergeschlechl unter dem Namen Wagen,bis das spätere Stammschloss Wagonsperg, 4 Meilen von Laibach, erbautwurde. Bert-hold Wagen kommt um das Jahr 1190 in einer Urkundedes Rischofs Otto zu Freisingen vor, und Andreas Wagen von Wagen-