GRAFEN V. WACHTMEISTER.
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abwechselnd rotli und goldene Fähnchen in der Hand hält; 2 in Gold zwischenzwei schwarzen, unten nicht zusammenslossenden, die Sachsen gegen einander-kehrenden Adlersflügeln ein schwarzes Kleeblatt; 3 in Gold auf grünem Hiigel eineinwärtsgekehrter Kranich, welcher in der linken Kralle einen Stein emporhalf,4 in Roth auf einem silbernen , nach rechts springenden Pferde ein gewappneterRitter, welcher in der Rechten eine Lanze mit einem silbernen und mit einemKreuze belegten Fähnchen hält, lieber der Grafenkrone erheben sich drei mitgräflichen Kronen gekrönte Helme. Der rechte trägt drei mit den Spitzen nachaufwärtsstehende silberne Pfeile; der mittlere die 18 Lanzen mit Fähnchen ausdem 1. Felde (Hehn des Stammwappens), und auf dem linken Helme ruht ein ausWolken kommender, einwärtsgewendeter, gebogener, geharnischter Arm, welcher inder Faust einen Saracenensäbel nach auswärts hält. Die Decken des rechten undlinken Helmes sind schwarz und golden, die des mittleren rotli und golden, undden Schild halten zwei auswärtssehende, silberne Kraniche.
Alle schwedische Familie, welche in Schweden den Freiherren-ttnd zuerst auch den Gralenslaml erhalten hat. Dieselbe soll liefläntli-schen Ursprungs sein, und Georg Wachtmeister wird von Spangenbergunter den tapferen Kriegern, welche Liefland im 1 5. Jahrhundert halle,aufgezählt. Die durch Hupel bekannter gewordenen Matrikeln der lief-ländischen Rillerschaft um die Mitte des 18. Jahrhunderls enthalten denNamen des Geschlechts nicht. Später breitete sich die Familie auch inPommern aus. Hans trat in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundertsin schwedische Dienste und stieg zum General. Der gleichnamige Sohn,Hans (IL), desselben kam als schwedischer Feldherr durch den deutschenKrieg zu hohem Ruhme, fiel später, 1644, in Schonen ein, eroberteLandskrona, und starb 1652 zu Lübeck als k. schwed. Gesandter aufdem Friedenseongress mit Polen. Die Sohne des Letzteren, Johann,Adam und Axel, gelangten am Hofe König Carls XI. von Schweden zuhohem Einflüsse und gehörten zu den ersten Würdenträgern der Krone,und die Nachkommen derselben wurden das ganze 18. Jahrhunderthindurch zu den Grossen des schwedischen Reiches gerechnet. Noch imAnfange dieses Jahrhunderls war Carl Axel Reichsdrosl in Schweden, undder Name kam vielfach im Hofstaatsdienste, der Generalität und Admi-ralität vor — jetzt scheint derselbe nicht mehr gefunden zu werden.
Hans (11.) wurde von der Königin Christine von Schweden 8. April1651 in den schwedischen Freiherrenstand erhoben, und zwei seinerSöhne, Johann und Axel , vom König Carl XL in den schwedischen Gra-fenstand: Johann , Herr auf Johannhuus, 10. Dec. 1687, und Axel , Herrzu Malsacker, 17. Juni 1693. Adam, Freiherr, fiel 1675 als Regiments-Coinmandeur bei Fehrbellin und ist wohl der nächste Stammvater derpommerschen Linie und der jetzigen preussischen Grafen v. Wachtmeister.
Hans , Freiherr, k. schwed. Oberst-Lieutenant a. D. etc., wurdevom König Friedrich Wilhelm von Preussen 17. Jan. 1816 in denGrafensland des Königreichs Preussen unter Verleihung des Wappens derschwedischen Grafen erhoben, und derselbe wird, wie folgt, aufgeführt:
HANS Graf v. Wachtmeister, k. schwed. Oberst-Lieutenant a. D.,Resilzer der Güter Degelsdorf, Rossendorf, Vasekow und Eixen im Re-gierungsbezirk Stralsund. — Der Sohn desselben isi Graf Hans Axel, k.preuss, Lieutenant.
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