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2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
591
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GRAFEN V. URSENBECK. 591

Grafen v. Ursenbeck.

Üatljolifdj. ©cjlcrvcidj.

In Kärnten begütert.

Wappen: quadrirter Schild: 1 und 4 von Schwarz und Gold quergetheilt,ohne llild iSltimmwappen); 2 und 3 zwei ins Andreaskreuz gelegte, silberne Lilien-scepler (erloschenes steierisches Geschlecht v. PfaffcntioiT). Ueber der Grafenkroneerheben sich zwei gekrönte Helme. Auf dem rechten Helme stehen, zwischen zweivon Schwarz und Gold mit gewechselten Tincturen quergetheilten Adlersfliigcln,zwei von Gold und Schwarz mit gewechselten Tincturen quergetbeilte ßiiffelshörner,und zwischen letzteren schwebt ein silbernes, nach Siebmacher goldenes, 6 speichi-ges Rad (Helm des Slatnmwappcns). Auf dem linken Helme stehen drei breite,rothe, den Fiirstenhüten nicht unähnliche Mützen mit silbernem Aufschlage, eineauf die andere gesetzt. Die oberste ist mit fünf, wechselsweise silbernen undrothen Straussenfedcrn besteckt (pfaffendorfscltcr Helm). Die Helmdecken sindrechts golden und schwarz, links silbern und rollt. Das Geneal. Taschenbuchder gräfl. Häuser (1848, 7101 setzt in den Schild noch einen silbernen Mittelschildmit einem rechtsgekehrten, ungekrönten, rothen Löwen (Massimo): eine Angahe,welcher, wenn dieselbe auch sehr leicht richtig sein kann, zu folgen, die Redactiondoch Anstand genommen bat. Lackabdrücke von Petschaften aus der ersten Hälftedes 18. Jahrhunderts ergeben nämlich nur das Wappen der früheren Grafenv. Ursenbeck, und auch v. Meding (III. S. 69396) wusste von dem massimoschenLöwen nichts. Abdrücke von neueren Petschaften scheinen sehr selten: dieselbenmüssen die beste Auskunft geben.

Sehr alles, ursprünglich bayerisches Geschlecht, als dessen Stamm-schloss Ursenpeck oder Ursenpach im Miltelfelser Landgericht ange-nommen wurde. Friedrich wird als Theilnehmer an dem 1165 zuZürich, und Leonhard an dem 1179 zu Coln gehaltenen Turniere ge-nannt, und Bucelini beginnt die ordentliche Stammreihe mit Peter, tun1368 Herrn zu Prumsveldherg. Um die Mitte des 15. Jahrhundertskam die Familie nach Steiermark und erhielt 1596 das Erb-Slabelmeister-Amt in Steiermark, so wie später auch nach Oesterreich. Durch vierSöhne des Freiherrn Georg Bernhard , Enkel Bernhards aus der Ehemit Veronica v. Plaflendorf - der Freiherrenstand war 1606 in dieFamilie gekommen Christoph Johann, Christoph, Georg Christophund Marquard Christoph, bildeten sich vier Linien, welche nach undnach erloschen sind. Die erbländische Grafenwürde wurde dem Ge-