grafen v. uexivull-gyllenband.
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land gebracht habe. Als später der bischöfliche Sitz von Ikeskole (nachMupcl: Uexküll, oder dem befischen Sprachgebranch gemiiss: Uekskiill)vcrlcgL worden sei, wäre Conrad vom Bischof mit den Häusern Lenne-waden und Uexlutll Belohnt, und ein Sohn desselben, Conrad Conradsson,nach seinem Erbgute Uexküll benannt worden. Mit dieser Angabe erklärtsich auch Ilupel einverstanden. — Glieder des Geschlechts zeichnetensich unter den Schwert- und Kreuzrittern aus und zwar namentlichConrad, welcher durch grosse Tapferkeit die von den Kuren belagerteStadl Riga rettete und als Häuptling im deutschen Heere den Lilhauernbei Rodengries eine völlige Niederlage beibrachte. In der zweiten Hälftedes 16. und der ersten des 17. Jahrhunderts wurde die Familie inSchweden durch Woldemar, des Königs Johann III. und des KönigsCarl IX. Hofmärschall, bekannt und 15. Jan. 1625 in das schwedischeRitterhaus eingeführt, worauf Königin Christine von Schweden O tto , k.schwcd. Kriegsrath und General-Commissair in Eslh- und Ingermannland,und die Söhne des Bruders desselben, Reinhold Johann, k. scliwed.Oberst, und Conrad, 23. Aug. 1648 in den schwedischen Freiherren-stand mit dem Beinamen: Gyllenband erhob. Die Einführung derselbenin den schwedischen Freiherrenstand erfolgte 1652 unter No. 30. Nachdiesen sehr genauen Angaben Rüpels stellt sich deutlich heraus, dassdas schwedische Freiherrendiplom nicht, wie gewöhnlich angegebenwird, vier Gliedern der Familie, was, schon den Jahreszahlen nach,nicht möglich ist, sondern nur dreien ertheilL wurde. Ein Sprosse desGeschlechts, F riedrich J ohann E mich , der Enkel Conrads, welcher mitdem König Gustav Adolph nach Deutschland kam und mit demselbenfiel, und ein Sohn Reinhold Johanns oder Conrads, Freiherren, sLieg inmarkgräflich badischen Diensten zur Würde eines Geh. Raths und Obcr-Hofralhs-Präsidenten, wurde später herz, württemb. Etatsminister underster Kreisdirectorial-Gesandter, und als solcher in die deutsche un-mittelbare Reichsritterschaft des Ganions' Craichgau 22. Febr. 1790 auf-genommen. Von den fünf Söhnen desselben aus der Ehe mit MariaErnestine Freiiii Göler v. Ravensburg erhielt der älteste, C arl G ustavF riedrich , gest. 1801, Gouverneur der herz, witrtlemb. geforsteten Graf-schaft Mömpelgard und herz, württemb. Ober-Hofmarschall, vom KaiserLeopold II. 9. Oct. 1790 für sich und seine Nachkommen die Reichs-grafenwürde. Von den vier Söhnen desselben aus der Ehe mit WilhelmineFreiin v. Walbrunn, gest. 1805, starben die beiden älteren ohne Nach-kommen, die jüngeren aber, C arl L udwig O tto und C arl A ugustB ertram , pflanzten den gräflichen Stamm fort. Vom Grafen C arl L udwigO tto , geb. 1759, gest. 1811, k. württemb. Kammerherrn und Obersten,zuletzt Gommandanten der Stadt Rollweil, stammt aus der Ehe mitAmalia Freiiu Göler v. Ravensburg, Witlwe, Graf U do W oldemar S ieg-fried G ustav , und vom Grafen C arl A ugust B ertram , geb. 1761, gest.1812, k. württemb. Kammerherrn, w. Geh. Rath und Land-Jäger- undOber-Forstmeister, leben aus der Ehe mit Albertine Freiin v. Kaulfberg,gest. 22. Mai 1848, die Grafen C arl W ilhelm F riedrich und R udolciiC arl A ugust W ilhelm.