GttAFliiN V. UGXIiULL-GYLLUNBANI).
Wappen: Schild zweimal der Länge nach und einmal quergethcilt, Gfeldrig,mit Mittelschild. Im blauen Mittelschilde eine vierfache, goldene Bandschleife (Gyllen-hand). 1 und Ii in Gold ein rechtsgekehrter, gekrönter, rother Löwe, welcher mitden Vorderpranken eine nach sich gebogene Hellebarde mit rothem Stiele hält, aufwelche derselbe mit den Hinterpranken tritt (abgesehen von den Tincturen dochwohl der norwegische Löwe), 2 und .5 in Schwarz zwei eiserne Hammer anbraunen Stielen, welche durch eine goldene Krone kreuzweise gesteckt sind (Stamm-wappen); 3 und 4 quergetheill, oben in Roth drei (2 und 1) goldene Garben mitgoldenen Bändern, unten in Silber ein schwarzer Adler. — Ucber der Grafen-krone erheben sich drei gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt drei griinePfauenfedern zwischen zwei nach innen gekehrten Sicheln mit goldenem Griffe(uxkiillscher Helm); der mittlere einen schwarzen, rechtssehenden Adlerskopf undHals, hinler welchem fächerartig vier rolhe Fähnchen, jedes mit einer goldenenKorngarbe belegt, hervorragen (gyllenbandscher Helm), und der linke den Löwenganz wie im 1. und 6. Felde. Die Helmdecken sind rechts roth und golden, inder Mitte blau und golden und links schwarz und golden. — Dorst giebl imWappenbuche des Königreichs Württemberg den Schild als quadrirt und querge-trennt durch eine Rinde, welche oben roth, unten silbern ist, und mit Mittelschild:eine Angabe, welche heraldisch leicht zu vertreten ist. Derselbe setzt aber hinzu,dass die Rinde oben sechs Korngarben und unten zwei Adler zeige. Es würdealso Cast (Adelsb. des Königr. Württemberg, p. 488) und mit demselben das Geneal.Tuschenb. der gräfl. Häuser (1848, p. 796) irren, wenn in das 3. und 4. querge-theilte Feld oben in Roth drei goldene Garben, unten in Silber „zwei" schwarzeAdler gesetzt werden.
Sehr altes, ursprünglich lief- und esthländisches Adelsgeschlcchl,welches, wie angenommen wird, eines Ursprunges mit denen v. Meyen-dorff ist. Letzteres Geschlecht soll schon im 11. Jahrhundert im Magde-burgschen, Brandenburgschen, Braunschweigschen und Ilolsteinschen sichausgebreitet haben, und der Ortsname Meyendorp kam sowohl im Magde-burgsehen, wie im Hdlsteinschen vor. Sljermann giebl an, dass 1198der holländische Bischof Albert unter Anderen vom Adel auch zwei ausHolstein gebürtige Brüder, Daniel und Conrad v. Meyendorlf, nach Lief-
Grafen v. L T exküll-Gyllcnl>and.
ffutljcrifd). Württemberg.