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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. TRAUTTMANNSI10RFF.

Oesterreich 1322 hei Mühldorf geschlagenen Schlacht lebten von 18 inderselben kämpfenden Gliedern des Geschlechts nur noch zwei, oder,wie Andere angeben, von 23 noch 3. Zu Anfange des 16. Jahrhundertsblühten vier Hauptlinien: die Davi dsche, noch jetzt bestehende Stamm-linie in Oesterreich, die Eh renreich sc he, ebenfalls in Oeslerreich, dieUlrich sehe in Steiermark und die Leopold in sehe in Tirol. Diedrei letzteren sind längst erloschen; die Da vi dsche Slammlinie thcillesich gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch zwei Brüder, JohannFriedrich und Johann Hartmann , in zwei Haupllinien, von welchen diejüngere, die J o h a im -Hartm a nns-Linie, welche später die Ehren-reieh-TraulmannsdorH'sche Nebenlinie in sich fassle, nach Anfange diesesJahrhunderts erloschen ist, die ältere aber, die Johann-Friedrichs-Linie durch des Stifters jüngsten Sohn, Maximilian , dauernd fortge-pflanzt wurde. Letzlerer, 1619 Abgeordneter auf dem Kaiserwahlconvenl,wurde vom Kaiser Ferdinand II. 1623 mit seinen Brüdern, SigismundFriedrich und Johann David, in den Reichsgrafenstand erhoben, wobeizugleich das Oberst-Erb-Land-IIofmeisler-Amt in Steiermark in die Familiekam, erlangte 1631, doch nicht bleibend, die Aufnahme in das schwä-bische Grafencollegium, schloss 1635 den Frieden zu Prag und war1648 kais. Gesandter auf dem westphälischen Friedenscongress. DieNachkommenschaft desselben schied sich durch zwei seiner Söhne inzwei Speciallinien: der ältere Sohn, Adam Matthias , gest. 1684, grün-dete die höhmische, welche sich durch zwei Söhne in zwei Aestc,den älteren, jetzt fürstlichen Ast, oder die Nachkommenschaft RudoluhWilhelms , gest. 1689, und den jüngeren reichsgräflichen, oder dieNachkommenschaft Sigismund Ludwigs , gest. 1707, spaltete, derjüngste Sohn, Georg Sigismund , gest. 1708, die steiermärkschewelche sich mit des Stifters Enkel in zwei Aesle trennte: den vonSigismund Ernst , gest. 1752, stammenden ersten und den von WeicardJoseph absteigenden zweiten Ast.

Aus dem älteren, später fürstlichen Aste der böhmischen Liniewurde Graf Franz Norbert, geb. 1705, gest. 1786, mit seinen Nach-kommen und den vdtn Grafen Maximilian, gest. 1650, stammendenAgnaten 1778 in das schwäbische Reichsgrafencollegium mit Silz undStimmrecht, zu welchem dieses Haus schon 1631 eingeführt gewesenwar, aufgenommen. Graf Ferdinand , der Sohn Franz Norberts, kauftedie reichsunmillelbare Besitzung Umpfenbach bei Miltenberg am Main,worauf derselbe vom Kaiser Franz 11. 12. Jan. 1805 für sich und seineNachkommen die reichsfürstliche Würde nach dem Rechte der Erstgeburtmit Sitz und Stimme im Reichsfürstenralh erhielt. Umpfenbach .wurdezur geforsteten Grafschaft erhoben, später aber, 1812, verkauft undsteht jetzt, unter Staatshoheit der Krone Bayern, dem fürstlichen HauseLöwenstein-Wertheim-Freudenberg, vollralhscher Linie, zu.

Die hier in Betracht kommenden Grafen v. Traultmannsdorff, sämmt-licli zur Johann-Friedrichs-Linie gehörig, stammen theils aus derböhmischen Hauptlinie und zwar eben so aus der älteren, jetztfürstlichen Speciallinie, als aus der jüngeren reichsgräflichen von