GRAFEN V. TRA1JTTMANRR0RFF.
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Grafen v. TrauttmansdorfT.
(Grafen aus dem älteren, oder fürstlichen Ast der böhmischenLinie, so wie aus der Friedrichs- und Hartmanns-Linie).fiatljolifd). ©cflcmtdj.
Besitz: die Herrschaften Gleichenherg und TrautlmansdoriT; die Herrschaft lleralelz inBöhmen; Böhmisch-Wolleschau in Mähren; die Güter Medleschitz, Zabie'Ii'litz undKosteil; ltochlowa; die Herrschaft Neschet in Böhmen; die Herrschaft Zbrad-lowilz elc. etc.
Wappen: quadriiter Schild mit Mittelschild. Im von Roth und Silber derLänge nach gctheillen Milleischilde schwebt eine Hose von gewechselten Tincluren(Stammwappen), 1 von Silber und Hoth sechsmal schrägreehts geflieilt (Caslelaltl;2 und 3 in Silber drei über einander schwebende, rollte Hüte mit herabhängenden,zugeknöpften Bändern (Höltzler). 4 von Roth, Silber und Gold halb in die Längeund ganz quergetheilt (Kirchberg). Ueber dem Schilde stehen drei gekrönte Helme.Der rechte Helm trägt den wachsenden Rumpf eines einwärtssehenden Mannes miteinem nach Art des I. Feldes schrüglinks gestreiften Kleide und einer hohen,rollten Miilze mit silbernem Aufschlage zwischen zwei von Silber und Rollt gewür-felten BüUelshörnern (die Hörner wegen Höltzler, den Mann wegen Castelult); aufdem mittleren Helme sielten zwei zusammengefügle Hahnenfedern, von denen dierechte rollt, die linke silbern ist, und welche in der Mille mit einer goldhesatnlen,der Länge nach mit gewechselten Tincluren getlieilten Hj^e belegt sind (Helm desStammwappens). Der linke Helm trägt den Rumpf eines in Silber gekleideten,einwürlssehendcn, bärtigen Mannes mit Eselsohren zwischen zwei Büffelshörnern,von welchen das rechte von Roth und Silber, das linke von Rollt und Gold gewür-felt ist (kirchbergscher Helm). Die Helmdecken sind rollt und silbern.
Sehr altes, nach der Angahe einiger Schriftsteller aus Steiermark,nach Anderen von den ehemaligen Grafen von Tirol abstammendes,böhmisches und österreichisches Geschlecht, welches, wie Mehrere an-nehmen, schon 984 bekannt gewesen sein soll. Zu Ende des 13. Jahr-hunderts kommt das Geschlecht in Oesterreich urkundlich vor und besassin Steiermark das gleichnamige Schloss, so wie in Nieder-Oeslerreichein anderes desselben Namens. Die Ausbreitung der Familie stieg sehrbald: in der 1278 zwischen Rudolph v. Habsburg und dem KönigOllocar II. von Böhmen bei Laa auf dem Marchfelde hei Wien geliefertenSchlacht fielen 14 Sprossen des Geschlechts, und nach der zwischenden Gegenkaisern Ludwig von Bayern und Friedrich dem Schönen von