GRAFEN V. TRAITTEUR.
Grafeil v. Traktenr.
Üotljolifd).
Gähnt.
Wappen nach zwei Urkunden des 18. Jahrhunderts: quadrirter Schild;1 in Meergrün drei iiher einander, der obere und untere rechts, der mittlere links,schwimmende Karpfen; 2 in Silber ein schrägrechter, blauer Balken; 3 in Goldein grünender Zweig mit drei daran hängenden rothen Bosen; 4 in Roth einsilberner, einwärtsgekehrter Löwe mit rother ausgeschlagener Zunge und über sichgeworfenem Schweife. Auf dem Schilde erheben sich zwei gekrönte llelme. Aufdem rechten, blauen Helme erhebt sich ein grünender Palmhaum, aus dem linken,goldenen der wachsende, silberne Löwe des 4. Feldes. Die Helmdecken sind rechtssilbern und grün, links golden und roth. Von diesem Wappen unterscheidet sichdas der gräflichen Linie nur durch die auf dem Schilde ruhende, 9perlige Kroneund durch die den Schild haltenden zwei uuswärtssehenden, silbernen Löwen. Dieübrigen Linien der Chevaliers de Traitteur führen ganz das oben angegebeneWappen. — Das ursprüngliche Wappen des gräflichen und ritterlichen GeschlechtsTraitteur bestand aus drei über einander, der obere und unlere rechts, der mittlerelinks, schwimmenden Karpfen im silbernen Felde. Den Schild bedeckte ein offener,adeliger Turnier-Hehn, aus dessen goldener Krone ein rechtssehender Löwe mitausgeschlagener Zunge und über sich geworfenem doppelten Schweife bis an denUnterleib hervorragte. So führten das Wappen die Vorfahren dieser Familie in derMitte des 17. und zum Tlieil noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.Später wurde, bei Vermehrung des Wappens, das silberne Feld in ein grünes um-geändert. — Auch findet sich das angegebene Stammwappen aus früheren Periodendergestalt vor, dass die drei über einander schwimmenden Karpfen alle rechts sehen,welche Veränderung sich muthmasslich von jenem Zeitpunkte herschreibt, wo einGlied dieses Geschlechts im 17. Jahrhunderle von der katholischen Kirche abge-fallen und Protestant geworden war. Die frühere Devise: Constat in adversis cön-stautia, womit der Schild oftmals umgeben war, ist in späterer Zeit bei Vermehrungdes Wappens ausser Gebrauch gekommen.
Das Geschlecht derer v. Traitteur stammt ursprünglich aus denNiederlanden ab, in welchen (lasseihe, authentischen Nachrichten zufolge,schon vor der Reformation blühte. Urkundlich kommt die adeligeFamilie v. Traitteur, in älteren Zeilen auf mancherlei Weise: Tretlor,Traittorr etc. geschrieben, ehedem in dem Lütticher Lande vor; dieselbeIhcilte sich in mehrere Acsle katholischen Bekenntnisses, von welchenein Ast in Lothringen, der andere im Jülicher Lande ansässig wurde,