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GRAFEN V. THUN U. HOHENSTEIN.
Grafen v. Thun u. Hohenstein.
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Besitz: in Tirol die Grafschaft Castcll - Fondo ; das Schloss Brughier etc.; in Böhmen dieFideicommiss - Herrschaften Klösterie mit Felixburg, Fünfitunden, Sehuschitz mitZbislaw, und Bensen mit Markersdorf; die Fideicommiss-Herrschaft Telschen unddie Aliodial - Herrschaft Perulz mit SJawielin und Wrbiczan; die Fideicommiss-Herrschaft Choltitz, die Allodial-Herrschaften Benaleck und Honsberg mit dem GuteWasserau etc. etc.
Wappen: quadrirter Schild mit Mittalschild. Im rothen Mittelschilde einsilberner Querbalken (der österreichische Wappenschild; wahrscheinlich hei Erhe-bung in den Grafenstand als Gnadenzeichen verliehen). 1 und 4 in Blau einschrägrechter, güldener Balken. 2 und 3 der Länge nach getheilt; rechts in Silberein an die Thcilttngslinie angeschlossener, halber, rother Doppeladler; links inSchwarz ein silberner Querbalken (die vier Felder des Hauptscbildes sind dasStammwappen). Auf dem Schilde erheben sich drei gekrönte Helme. Der rechteHelm trägt zwei blaue BiitTelshörner, von welchen das rechte mit einem schräg-rechten, das linke mit einem schräglinken, goldenen Balken belegt ist (rechter undlinker Hehn gehören zum Stammwappen); aus dem mittleren Ilchne wächst einrechtsgekehrtes, rothes, mit einem silbernen Querbalken belegtes Einhorn empor(bei Erhebung in den Grafenstand hinzugekommener Helm), und auf dem linkenHelme steht zwischen einem geschlossenen Adlerstluge, dessen rechter Flügel sil-bern, der.linke aber schwarz und mit einem silbernen Querbalken belegt ist, derhalbe rothe Adler des -2. und 3. Feldes. Die Decken sind rechts blau und golden,links rot Ii und silbern.
Eins der ältesten und angesehensten österreichischen Geschlechter,welches an berühmten Gliedern und grossen Besitzungen in Böhmenund Tirol reich ist. Der Ursprung desselben ist wohl in der Schweizzu suchen, wenn auch Einige Italien nennen. Die Grafen v. Thun hattenvor Zeiten die Grafschaft Thun, jetzige Berner Landvogtei, mit demSchlosse und der Stadt Thun am thuner See in Besitz. Werner, edlerHerr von Thun, kommt mit zwei Brüdern urkundlich 1127 und Ulrichund Werner v. Thun, Ritler, 1133 vor. Am 12. April 1191 wurdendie Ucchtländischcn Dynasten, und unter denselben die Grafen v. Thun,welche die Wallen gegen das Ilaus Zähringen ergriffen hatten, vomHerzog Berthold geschlagen und der Untergang ihrer Macht durch dieGründung Berns und Freihurgs besiegelt. Nach dieser Zeit werdenunter den schweizerischen Dynasten nur noch drei Brüder v. Thun auf-geführt, doch ohne grosse Macht, und später kommt das Geschlecht in
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