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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. TAUFFICIRCIIEN.

cliem rechtsgekehrt ein gekrönter silberner Fuchs mit ruther nusgcschlagener Zungesitzt (Wappenbild einer erloschenen Familie der Tauffkirchenl, und auf dem linkensteht ein die Sachsen einwärtskehrender, mit den drei silbernen Rosen des 2. und3. Feldes belegter röther Adlerstliigel (mauthnerscher Helm). Die Helmdecken sindrechts schwarz und silbern, links roth und silbern.

Wappen der Linie zu Klebing oder Ybm: quadrirter Schild mit Mittel-schild. Im gekrönten Mittelschilde das oben beschriebene Stammwappen. 1 und 4in Schwarz auf goldenem Schildesfusse eine drei Quader hohe, schwarz ausgefugtesilberne Mauer mit zwei gleichfarbigen Thürmen, jeder mit zwei Fenslern; 2 und 3in Roth 5 silberne Rosen, und zwar im zweiten Felde I, 2 und 2, im drillen 2,2 und 1. Auf dem Schilde stehen drei Helme, von welchen der rechte und dermittlere gekrönt sind. Auf dem rechten Helme sitzt einwärtsgekehrt ein silbernerFuchs (Helm des Stammwappens); auf dem mittleren zwischen zwei Biiffelshörnern,von welchen das rechte 8mal von Roth und Silber schrägrechts, das linke von Sil-ber und Schwarz 8mal schräglinks getheift ist, eine vorwärtssehende Sirene mit(liegenden Haaren und einer Krone auf dem Haupte. Mit den Armen umschlingtdieselbe die Hörner und kehrt den Fischschwanz rechts. Auf dem linken Helmeliegt ein rothes Kissen mit rothen Quasten und auf demselben sitzt einwärtsgekehrtein doppeltgeschweifter goldener Löwe. Die Hclmdecken sind rechts roth undsilbern, links schwarz und golden.

Sehr altes bayerisches und österreichisches Adelsgeschlecht, in wel-ches später der Freiherrenstand und die Reichsgrafenwilrde gekommenist. Dasselbe soll ursprünglich aus Verona stammen und früher denNamen Bonaventura geführt haben. Nach Bucelini, Hühner u. A. sollnämlich Wiltbald Bonaventura int 10. Jahrhundert aus Verona nachBayern gekommen sein, unter Kaiser Heinrich 1. gegen die Ungarn ge-fochten und, seiner Tapferkeit wegen, den Ritterschlag und den NamenTauffkirchen erhalten, auch noch dem vierten zu Merseburg 968 ge-haltenen Turniere beigewohnt halten. Der Sohn desselben, Andreas,Herr auf Schloss Tauffkirchen, drei Meilen von Landshut gelegen, war,nach Hübner, mit einer Gräfin v. Abensperg vermählt, und von seinenNachkommen war Christoph , verm. mit Ursula v. Trainier, tun das Jahr1500 Herr in Klebing. Von den Enkeln des Letzteren, den BrüdernChristoph Wolfgang , geb. 1537, verm. mit Elisabeth v. Königsfeld, undBurkhard , in erster Ehe verm. mit Maria v. Tannenberg, und in zwei-ter, mit Maria Elisabeth v. Schwarzenstein, Erbin von Katzenberg undEngiburg, stammten drei Linien: die Linie zu Engiburg, die Liniezu Katzenberg (früher auch mit Bruckberg), im Mannsstamme18. Febr. 1843 mit dem Grafen Johann Matthias Alberl erloschen, unddie Linie zu Ybm, welche auch als Linie zu Klebing aufgeführt wird.In wie weit eine vierte Linie, welche sich Tauffkirchen v. Hochenrainschrieb und welche in der Mitte des 17. Jahrhunderts ausgegangen ist,mit den erwähnten drei Linien in verwandtschaftlicher Beziehung, ge-standen hat, ist nicht genau zu ermitteln, da es der Tauffkirchen früherin Bayern mehrere gab, wie denn auch die hier in Rede stehende Fa-milie von den s. g. All-Taufkirchnern (Siebmacher II, 54) wohl zuunterscheiden, ist. In die Linien zu Engiburg und Katzenstein kamvom Kaiser Ferdinand III. 1639, und in die Linie zu Ybm vom KaiserLeopohl I. 1667 der Freiherrenstand. Die Grafenwürde verlieh KaiserLeopold I. der Familie. Derselbe erhob nämlich 19. April 1684 die