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2 (1853) L - Z
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GRAFEN U. HERREN V. STUUENBERG.

Haarzopf der Stammmutter haben dankbar die Stubenberge dem alther-gebrachten Anker im Wappensehilde beigefügt! Das Erb-Mund-sehenken-Amt in Steiermark besass die Familie schon 1186, in welchemJahre zuerst einiger steiermärkischen Aemler Erwähnung geschieht.Ulrich zog 1217 mit Herzog Leopold von Oesterreich nach Palästina,und Wülfing (IL), verm. mit Elisabeth Gräfin v. Ortenburg, erhielt vondem Kaiser Friedrich II. um 1237 den Defehl, die Reichsacht widerFriedrich den Streitbaren, den letzten Babenberger, zu vollstrecken.Durch die Söhne dos letzteren Wülfing theille sich das Geschlecht inzwei Haupllinien: Ulrich stiftete die Hauptlinie zu Wurmberg, welche1699 erlosch, und Friedrich die jetzt blühende zu Kapfenberg. Dochbegannen mit Wülfing schwere Zeiten für die Familie. König OttokarPrzemisl in Böhmen unterwarf sich Steiermark und nahm 1269 denWülfing mit anderen Landherren in mehrjährige Haft, während welcherdie Durgen Stubenberg, Kapfenberg und Wülfingslein abgebrochen wurden;Wülfings Sohn, Friedrich, welcher bei Erhebung Albrechts v. Habsburgeine grosse llolle gespielt, Iiess sich später in eine unglückliche Fehdemit demselben ein und verlor seine sämmtlichen Besitzungen, und Hansund Andreas, Verwandte und Freunde des bekannten Andreas Daum-kircher, kamen durch die Fehde gegen Kaiser Friedrich III. um ihregesummten Schlösser und Güter. Von Wülfing (II.) stammle aus derEhe mit der oben erwähnten Gemahlin im 8. Gliede Johann , um dasJahr 1558, verm. mit Benigna Freiin v. Schärffenberg, welcher zweiSöhne, die Stifter zweier Speciallinien der Hauptlinie zu Kapfenberg,binterliess: Rudolph gründete die ältere Linie, welche 1770 mit demweiter unten anzuführenden Reichsgrafen Wilhelm August erlosch, undGeorg Hartmann die jüngere, jetzt blühende Linie. Letztere theille sichdurch die drei Enkel des Stifters in drei Aesle: Wolfgang der Jüngerestiftete den älteren Ast oder die Linie zu Stüh egg (Sülbeck) undGullenberg, Otto den mittleren, im Anfange dieses Jahrhundertserloschenen Ast, oder die Linie zu Unter-Kap fenberg, und FranzGeorg den jüngeren Ast, oder die Linie zu Ober-Kapfenberg.Der letztere Ast hatte sich durch zwei Söhne des Stifters in zweiZweige geschieden, nämlich durch Leopold in den älteren, und durchFranz de Paula in den jüngeren, mit dein Sohne und Enkel im An-fange dieses Jahrhunderts ausgestorbenen Zweig. Sonach blüht jetztnur noch von der jüngeren Speciallinie der ältere Ast und von demjüngeren Aste der ältere Zweig.

Ein Grafendiplom haben, mit einer einzigen Ausnahme, die Gliederdes Geschlechts, weiche sich Herren und Herrinnen v. Stubenbergschrieben und schreiben, nannten und nennen (Geneal. Taschenb. derfreiherrl. Häuser, 1849, S. 416), nie gesucht, empfangen oder ange-nommen. Der Herrentitel, welcher bei dieser Familie allgemein undunterscheidend ist, erhält das Andenken des alten Glanzes ihres Namensund stellt dieselben den Fürsten- und Grafenhäusern der Erblande gleich. Was die oben erwähnte Ausnahme in Bezug auf ein Grafendiplomanlangt, so vcrliess aus der älteren Speciallinie Rudolphs (s. oben) und