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GRAFEN ZU STOLRERG.
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(Pfalil 4 und 5, wie angegclien, Wappen der Grafen v. Holinstein, HerrschaftenHohnstein, Lauterburg und Clettenberg). — Auf dem Schilde erheben sich dreiHclinc. Der rechte gekrönte Helm trägt einen Pfauenschweif, zwischen zwei sil-bernen Straussenfedern (stolbergscher, Helm). Auf dem mittleren, mit einem rothenErzbcrzogskute bedeckten Helme steht ein Hirschgeweih von zwölf Enden, undzwischen demselben wachst aus dem goldenen Knopfe des Hutes ein Pfauenschweifauf. Die rechte Stange des Geweihes ist silbern und die linke rotli, und an jederStange linden sich oben drei und an der äusseren Seite eben so viele Enden(wegen Hohensteins das Geweih, wegen Königsteins und Eppsteins Pfauenschweifund rother, breiter Hut mit Hermelinaufschlage; der Erzherzogshut ist Wappen-verbesserung vom Jahre 1597). Auf dem linken gekrönten Helme steht ein rotherAdler und hinter demselben ein Pfauenschweif (der Adler wegen Rochefort, derPfauenschweif wegen Lauterburg). Die Decken des rechten Helmes sind schwarzund golden, die des mittleren roth und silbern und die des linken golden und roth.
— Das älteste Wappen des Hauses war der schwarze Hirsch mit zwölf Enden inGold. Im 15. Jahrhunderte kamen, nach Erlöschen der Grafen v. Wernigerode,die Forellen hinzu, der Schild wurde quadrirt, 1 und 4 zeigte den Hirsch, 2 und3 die Forellen. Nach Anfall der Grafschaften Königslein und Rochefort mit Zu-behör wurde vom Kaiser Carl V. 17. Mai 1548 das Wappen vermehrt, und ereahdie drei ersten Pfähle des oben abgebildeten und beschriebenen Wappens als sechsFelder in zwei Reihen. Feld 1 Stolberg, 2 Königstein, 3 Rochefort, 4 Wernige-rode, 5 oben Eppstein, unten Münzenberg, 6 oben Marek, unten Agimont. — InFolge des Abgangs der Grafen Hohnstein kamen endlich durch Wappenbrief vomKaiser Rudolph IL 1597 der vierte und fünfte Pfahl hinzu. Drei Helme hatte schonder Wappenbrief von 1548 angegeben; der von 1597 brachte nur einige Ver-änderungen und Vermehrungen.
Eins der ältesten deutschen Grafenhäuser, dessen Ursprung im Dun-keln liegt. Urkunden des Mittelalters führen dasselbe unter dem NamenStoiberg auf, und die Grafschaft Slolberg in Thüringen erscheint alsältestes Stammland der Familie. Der Besitz vermehrte sich durch Ver-mählungen, Erbverbindungen und Kauf. Stolberg kaufte 1412 und 1413von Hohnstein den griissten Theil der Grafschaft Hohnstein, erhielt 1429in Folge früherer Erhverträge die Grafschaft Wernigerode, erbte 1535vom lctzlen Grafen von Königstein aus dem Hause Eppstein die Graf-schaft Königstein (deren sich aber, bis auf Gedern und Ortenberg, Kur-mainz bemächtigte) und die Rochefortschen Graf- und Herrschaften imLuxemburgischen und LüÜichschen, und erwarb 1577 durch testamen-tarische Verfügung des letzten Grafen v. Henneberg, des 1549 gestor-benen Fürsten Albrecht, Schloss und Flecken Schwarza. — In frühererZeit hatte sich das Haus Stolberg in die Harzlinie und in die RheinlinicgelhcilL. Die Ilarzlinie erlosch 1631 mit dem Grafen Wolf Georg. —Durch einen brüderlichen Thcilungsvertrag, welchen 31. Mai 1645 dieaus der Rheinlinie stammenden Grafen Heinrich Ernst und Johann Martin
— Söhne Christophs, gest. 1638 - schlössen, wurden die GrafschaftenWernigerode und Slolberg gelrennt, Heinrich Ernst , geh. 1593, gest.1672, stiftete die ältere Hau p Iii nie, welche jetzt in der Special-linie Wernigerode blüht; Johann Martin , geh, 1594, gest. 1689,die jüngere Hauptlinie, welche in den beiden Speciallinien zu Slol-berg und zu Rosla fortdauert.
Was die ältere Ilaupllinie anlangt, so starb Heinrich Emstsälterer Sohn, Ernst, zu Isenburg, 1710 ohne männliche Nachkommen,der jüngere Sohn aber, Ludwig Christian , in Gedern, gest. 1710, pflanzte