GRAFEN V. STAOKKI.BKRG.
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hatte jeder nur ein nach aussen abwärtsgcbngcncs Blatt. — Freiherr Berendt Ottoführte nach dem schwedischen Wappenbuche an jedem ßaumstocke auf jeder Seiteein grünes Blatt: Abdrücke von schön gestochenen Petschaften ergeben, anstattder Blätter, deutlich Eicheln. — In das Wappen des Grafen Wolter Beinhold setztHupel zwei Baumstämme, mit einem auf jeder Seite derselben abwärtsgebogenenBlatte, und Lackabdrücke ergeben auch die Blätter. — Bio in den, der Bedactionbekannten Sammlungen vorkommenden reichsgräflichen Siegel lassen über Eichelnkeinen Zweifel, doch stimmt es mit allen vorliegenden älteren Siegeln durchausnicht, Eicheln allein an die Stöcke zu hängen. — Ben Schmuck der Helme derschwedischen Freiherren und Grafen anzugeben, verbietet der Baum: so magdenn, so viele Unterlagen zu Gebote stehen, nur auf IIupcl (Nordische Misccllancen,Stück 15—17 S. 275 — 279) verwiesen sein. — Die esthländische gräfliche Linieführte nach Allem früher den schwedischen Freiherrensland vom 11. Juli 1727 undin Folge desselben zwei Helme, rechts mit dem zwischen den Baumstöcken auf-wachsenden Löwen, links mit vier Fahnen, wechselnd hlau und golden, zwischenwelchen ein Commandoslah stand; zwei Fahnen wehten rechts, zwei links.
Alles liefländisches Adelsgesehlecht, das Einige für ein rliein-ländisches nehmen wollen, welches seit den Zeiten der Heer-MeisterLiefland angehöre: ein Ursprung, welchen Hupel, wohl die besleQuelle für diese Familie, nicht anzunehmen scheint. Ilans Stackeil, nachHupel der abgekürzte Name Stackelberg, hat 1457 eine Verbindung derholländischen Stände als Bevollmächtigter der Ritter und Knechte desStifts Dorpat unterschrieben; Margaretha Stackelberg war 1486 Aebtissindes Michaelis-Klosters zu Reval; Peter Stackelberg aus dem Stifte Dorpatunterzeichnete 1545 den zu Wolmar abgefassten Landtagsschluss; GeorgStackelberg wurde 1602 vom Herzog Carl v. Südermannland auf demReichstage zu Stockhohn zum schwed. Reichsrath ernannt etc. — Mitder Zeil breitete sich in Lief- und später in Eslhland die Familie sehraus. 1742 meldeten sich bei der liefländischen Adels-Malrikel-Commis-sion die Erbhäuser Catnhy, Wagenküll, Kudding, Ellislfer, Eckenangernund der Arendebesitzer zu Kokenkau an, und zwar als aus dem HauseCamby und Eckenangern stammend. — Aus Liefland war das Ge-schlecht auch nach Schweden gekommen. Zuerst war Jürgen , schwed.Kriegs-Commissar, 1625 der Adelsmatrikel unter No. 113 einverleibtworden, doch erlosch seine Nachkommenschaft; später wurde MatthiasSt. von Oesel, k. schwed. Major, I 664, unter No. 686 in diese Matrikeleingetragen. Der Sohn des Letzteren, Carl Adam , k. schwed. General-Major etc., wurde vom König Carl XII. 6. Juni 1714 in den Freiherren-Stand erhoben. Diese Erhöhung erhielt auch vom König Friedrich vonSchweden 11. Juli 1727 Berendt Otto Stackelberg aus dem HauseIialinap in Liefland, und der Sohn desselben, Wolter Reinhold , wurdevom König Adolph Friedrich von Schweden 12. April 1763 in denschwedischen Grafenstand erhoben. — Die Reichsgrafenwürde kam durchzwei Ernennungen in die Familie. Otto Magnus , Freiherr, aus dem HauseJegel in Eslhland, k. russ. Gesandter zu Madrid, Warschau elc., erhieltvom Kaiser Joseph II. 16. Mai 1775 den Reichsgrafcnsland, und einegleiche Ernennung erhielt von demselben Kaiser 30. Mai 1786 RuinholdJohann , k. russ. Kammerherr und Erbherr auf Ellislfer, Allatzkiwi undKagafer in Liefland. Von Beiden leben Nachkommen, und es blüht sonacheine esthländische und eine liefländischc reichsgräfliche Linie.