Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
500
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GRAFEN V. STAGKKI.RF.RG.

Grafen v. Stack elberg.

JTntljmfdj. ßitfjlnitb.

Besitz der csthlnndischen Linie: die Güter Alt- und Neu-lsenholT, llirmus, YVoropcr, Kochlei,Errides, Paggar, Aggimal, Büngern und Soidina in Estiiland. — Besitz der liefiün-dischen Linie: die Güter El Iis! ['er, Allatzkiwi, Kagafer, Maihof und Kukulin in Lieiland.

Wappen (eslhländisclie Linie, nach Lackabdrücken): Schild quergetheili ;oben in Blau ein nach der rechten Seile gehender, goldener Löwe, unten in Goldauf einem grünen Hügel zwei ahgestünimelte Baumstöcke von natürlicher Farbe,jeder mit zwei an den Seiten daraus hervortreibenden Eicheln (oder Brunen Blättern),s. unten. (Staminwappcn.) Den von der Grafenkrone gekrönten Schild halten zweiauswärtssehende, goldene Löwen. Die Zahl der Helme und der Schmuck derselbenist genau nicht bekannt. — Das Geneal. Taschenbuch der gräflichen Häuser (1853,S. 700) giebt das Wappen, wie folgt, an : quergcthcilt, oben in Blau ein gehender,goldener Löwe; unten in Gold auf einem dreifachen, grünen Hügel zwei ahge-sliimmelte Baumstöcke von natürlicher Farbe, jeder mit zwei an den Seiten daraushervortreibenden grünen Blättern. — In den Supplementen zu Siebmachers Wappen-buche (XI, 19) ist der Schild oval, mit .Schnitzwerk umgeben. In der oberen Hälftedes Schildes geht der Löwe in Silber, in der unteren stehen in Gold auf grünemBoden neben einander drei Eichenzweige, jeder mit vier Blättern und vier Eicheln.Die Blätter stehen zu zwei oben, dann hängen zwei Eicheln herab, und nun folgenwieder zwei Blätter und unter denselben zwei Eicheln. Den Schild hält links einauswärtssehender, goldener Löwe.

Wappen (lielländische Linie, ebenfalls nach Lackabdrücken): im goldenenSchilde auT einem dreifachen Hiigel zwei abgestiimmeltc Baumstöcke, jeder mit dreiEicheln. Am rechten Baumstocke hängen rechts unter einander zwei Eicheln undlinks oben eine Eichel, am linken Baumstocke hängt rechts in der Mitte eine, linkszwei Eicheln. Den Schild deckt die Grafenkrone und denselben halten zwei goldene,einwärtssehende Löwen. Auch dieses Wappen ist nur ohne Helme bekannt.

Die Frage zu beantworten, wie sich denn eigentlich im Schilde und auf demHelme des Stammwappens die Baumstöcke gestalten sollten, dürfte sehr schwersein. Matthias auf Oese! (s. unten) führte zwei abgestümmelte Baumstöcke, aufjeder Seite mit einem verhauenen Ast und einem grünen, abwärtsgebogenen Blatte.Die Aeste standen oben nach innen und unten nach aussen, und die Blätter obennach aussen und unten nach innen. Auf dem Helme lag ein grüngoldener Bausch,aus welchem sich ein gekrönter Löwe, zwischen den beschriebenen Stöcken, erhob,dessen Krone mit drei doppelt gespiegelten Pfauenfedern besteckt war. Die Helm-decken waren grün und golden. Von diesem Wappen wich das von Jürgen (s.unten) geführte ah. Die beiden Stämme im Schilde hatten nach innen und obeneinen verhauenen Ast und, anstatt eines grünen Blattes, hingen an jedem zweiTannenzapfen, einer rechts, der andere links, welche man, wie Hupel sagt, fürWeintrauben halten würde, wenn die Stämme im Verhältnisse des Schildes zuWeinstöcken nicht viel zu dick wären. — Die wiederholten Stöcke auf dem gekröntenHelme erschienen jeder mit zwei ahgestiimmelten Aesten und einem rechts undlinks herabhängenden Tannenzapfen. — Im Wappen des Freiherrn Carl Adam hatteim Schilde der rechte grüne Stock zwei grüne, abwärtsgebogene Blätter auf derrechten, und der linke dieselben auf der linken Seite. Auf dem gekrönten Helme

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