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GRAFEN V. SPRINZENSTEIN.
Hiigel eine einwärtsseilende Taube, welches Wappenbild auch der rechte Helm trägt.— Neuere Angaben bestimmen das Wappen, wie folgt: Mittelschild wie ohcn ange-geben; 1 in Gold ein wachsender, schwarzer, gekrönter Greif, welcher cinwarts-gekehrt in der erhobenen hinteren Pranke einen griinen Zweig mit drei silbernenLilien hält; 2 und 3 in Gold zwei schrägrechte, blaue Balken, und 4 in Silber einbraunrother Habicht, welcher auf der Spitze eines natürlichen Felsens steht.
Die Grafen v. Sprinzenstein stammen aus der alten italienischenFamilie Ricci, welche sich nach Tirol wendete, hier sich auch Ritz,Ritzen nannte und unter Kaiser Ferdinand I. um 1560 nach Ober-Oesterreich kam, mit der Herrschaft und dem Schlosse Sprinzensteinan der Passauschcn Grenze belehnt wurde und von dieser Besitzung denjetzigen Namen sich beilegte. Von Bucelini werden zuerst zwei Brüder,Peter Anton und Paul , genannt. Ersterer soll schon vom Kaiser Maxi-milian I. um das Ende des 15. Jahrhunderts den Freiherrenstanderhalten, sich desselben aber mit seinem Sohne Ludwig und dessenNachkommen nicht bedient haben, bis Emmeranus, Urenkel Ludwigs,Edler Herr v. Ritz zu Gruob und Gartenau, diese Würde erneuern liess.Auf diese Linie, welche hier nicht weiter zu verfolgen ist, bezieht Spencrdas von Bucelini gegebene Wappen. — Paul Ricci, Herr v. Sprinzen-stein, ist der Stammvater der gräflichen Familie. Der Sohn desselben,Hieronymus , erhielt vom Kaiser Carl V. 15. Nov. 1530 den Freiherren-stand, und der Sohn seines Enkels Simon Hieronymus, Ferdinand Maxi-milian , mit der ganzen Familie vom Kaiser Ferdinand III. 21. Juli 1646die Reichsgrafenwürde. Graf Ferdinand Maximilian wurde 5. Febr. 1669steierscher Landstand und 7. Sept. 1671 Hofpfalzgraf und Erb-Land-Miinzmeister im Erzherzogthum Oeslerreich. Biisching gab als Jahr derErlangung letzterer Würde 1672 an und das Geneal. Taschenbuch dergräflichen Häuser: 7. Sept. 1682, doch ist wohl Ferdinand Maximilian1671 gestorben.
Der eiserne Fleiss, mit welchem noch in sehr hohem Aller derFreiherr v. Hoheneck gearbeitet hat, ermöglicht hei Mühe eine Ueber-sichl über die genealogischen Verhältnisse der Familie bis in die erstenJahrzehnte des 19. Jahrhunderts: hat doch selbst Hühner im Lexicongenealogicum vom Jahre 1751 die Familie nicht abgehandelt. Ausv. Hohenecks Werke ergiebt sich als Wichtigstes Folgendes: Paul haltezwei Söhne. Der ältere, Franz , früher Gesandter, starb, als Gelehrtergeschätzt, 1558 als Dompropst zu Trient; Hieronymus , der jüngere Sohn(s. oben), pflanzte das Geschlecht mit vier Söhnen forL. Von diesenstarb Johann 1598 ohne Nachkommen; die Nachkommenschaft JohannAlberls, des zweiten Sohnes, erlosch schon 1639 mit seinem Sohne,Johann Ernst; der dritte Sohn, Sigmund, hinterliess keine männlichenErben;.der vierte aber, Alexander , halte vier Söhne. Der ältere Sohn,Johann Florian, starb ohne männliche Nachkommen; von dem zweiten,Simon Hieronymus, stammte Graf Ferdinand Maximilian (s. oben) —welcher nur zwei Töchter, eine vermählte Grälin v. Lamberg und einevermählte Gräfin v. Iloyos hinterliess, für deren Nachkommen derselbeein sehr grosses Majorat stiftete, durch welche Stiftung früher Lamberg-Sprinzenstein und später Iloyos-Sprinzenstein entstanden ist (s. Bd. I.