GRAFEN V. SALMfREIFFERSCHEIRT.
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Kraulheim, zu einem Reichsfttrslenlhum, und den Besitzer für sicli und denjedesmaligen Erstgeborenen unter der Benennung Salm-Reifferscheidt-Krautheim in den Reichsfürstensland. Die rheinische Bundesacte setzteslandesliei'rlich den Theil von Krautheim auf der rechten Seite der Jaxlunter badische, den kleineren auf der linken Seite unter württember-gische Staatshoheit. Der Fürst verkaufte letzteren 1826 an Württem-berg, den ersteren 1839 an Baden. Die staatsrechtlichen Verhallnissedes Hauses sind in Baden durch Verordnung vom 27. März 1839 be-stimmt, und am 5. März 1839 ist ein von der grossherz. badischenStaatsregierimg bestätigtes Hausgesetz errichtet worden. Das Näheregehört nicht in dieses Werk.
Die Verhältnisse der mittleren, noch gräflichen Linie Salm-Reifferscheid t zu Hainspach werden weiter unten genau angeführt werden.
Die jüngere Linie Salm-Reifferseheidl-Nieder-Salm kommt neuerlichtheils unter dem Namen Salm-Reifferscheidt-Kraülheim (Titel und Wap-pen von den ursprünglichen Stammgütern und Herrschaften sind dergesammten Hauptlinie belassen) zu Raitz, theils unter dem Namen Salm-Reifferscheidt-Krautheim, vormals Nieder- oder Alt-Salm in den Arden-nen, vor. Die Iloheils- und Feudalrechte über die Grafschaft Nieder-Salm in den Ardennen gingen durch den Lüneviller Frieden verloren,doch blieben dem fürstlichen Hause die Domainen. Der Reichs-Depu-tations-Hauptschluss von 1803 wies dafür eine auf die Abtei Schönthal,welche an Württemberg gekommen war, radicirte Jahresrenle an. Dieansehnlichen Herrschaften in Mähren: Raitz, Jedownilz, Blansko, To-pitschau, Oppalowitz, Gewiisch, Weisswasser und Jamirzicz erlangte derAltgraf Carl Joseph theils von seinem mütterlichen Grossvater, dem Gra-fen Carl Ludwig v. Roggendorf, theils durch Fideicommiss-Institut des3. Febr. 1784 gestorbenen letzten Grafen Carl Vincenz v. Salm-Neu-burg. Altgraf' Carl Joseph wurde 9. Oct. 1790 vom Kaiser Leopold ILin den Reichsfürstensland erhoben.
In die zweite Hauptlinie Salm-Reifferscheidl-Dyck kam 1816 durchzwei Ernennungen von dem Könige Friedrich Wilhelm III. von Preussender Fürstenstand. Es erhielt nämlich zuerst im Mai der Allgraf JosephFranz Maria Anton Hubert Ignaz und im September auch der Rruderdesselben, Altgraf Franz Joseph , die Fürstenwürde.
Was nun die hier vorzugsweise in Betracht kommende gräflicheLinie Salm-Reifferscheidt zu Hainspach anlangt, so war nachObigem der Stifter dieser Linie Leopold Anton , zweiter Sohn FranzWilhelms. Letzterer hatte die Herrschaft Hainspach mit seiner erstenGemahlin Maria Agnes, des letzten Grafen Jobann George Joachim v.Slavota, gest. 1691, Erb-Tochter, geb. 1674, verm. 1692, gest. 1718,erhallen und vererbte dieselbe auf Leopold Anton. Seit 1797 besitztdiese Linie auch das Erb-Silberkämmerer-Aml im Königreich Böhmen.
Die genealogischen Verbältnisse ergeben sieb aus Nachstehendem:Leopold Anton , geb. 13. Juli 1699, gest. 16. Jan. 1760, Herr v. Hains-pach, k. k. österr. w. Geh. Rath und Kämmerer, General-Feld-Mar-schall; drille Gemahlin: Caroline Gräfin v. Dietrichstein, geb. 17. März
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