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2 (1853) L - Z
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GRAFEN V. SALM-REIFFERSCHEIDT.

kommt 1273 Friedrich Herr v. Reifferscheidt vor. Die Herrschaft Bedburan der Erfl, im Gebiete und unter der Landeshoheit des Erzsliftes Colli,hatte schon 1201Nobilis vir, Johannes de Reifferscheid" vom Erz-bischof Siegfried von Cöln als durchgehendes Söhn- und Töchterlehn er-halten. Als der Mannesstamm der alten Grafen v. Sahn in der Graf-schaft Nieder-Salm in den Ardennen um das Jahr 1413 erlosch, halteder Letzte aus diesem Stamme, Graf Heinrich IV., testamentarisch zuseinem Universalerhen einen cognalischen Verwandten Johann VI.nach Anderen Johann IV. Herrn zu Reifferscheid! eingesetzt, welchernach langem Rechtsstreile 1455 in Besitz der Erbschaft kam. Derselbeist der Stammvater der jetzigen Fürsten und Grafen v. Reifferscheidt.Johanns VI. Vater, Johann V., Herr zu Reifferscheidt, nach Anderenschon der Vater des Letzteren, Heinrich IL, gest. 1377, hatte durchVermählung mit Richarda, Erbtochter Conrads Herrn von der Dyck, diereichsunmillelbare Herrschaft Dyck erhalten, und Johanns VI. Sohn,Johann VII. (V.), gest. 1471, erlangte durch Vermählung mit Irmengard,Tochter Wilhelms Herrn von Wewelinghofen, Erbin der Herrschaft Alf-ter, die genannte bei Bonn liegende Herrschaft. Der Urenkel des Letz-teren, Werner , gest. 1629, setzte sich 1600 in Besitz der HerrschaftBedbur und Hakenbroich (welche früher dem Hause gehört hatten, aberdurch Mechlildis v. Reifferscheidt an den Grafen Wilhelm I. von Limpurgund durch dessen Tochter Margaretha an den Grafen Gumbrecht v. Nuenargekommen waren), als der Mannsstamm der Grafen von Nuenar erloschenwar. Durch Werners Enkel entstanden die jetzt noch blühenden zweiHauptlinien der Familie. Der ältere, Erich Adolph , gest. 1678, erhieltdie Grafschalt Salm in den Ardennen und die Herrschaft Reifferscheidt,und gründete die Hauptlinie Salm - Reifferscheid t; der jüngere,Ernst Salentin , gest. 1684, erhielt die Herrschaft Dyck und Haken-broich und stiftete die Hauptlinie Salm-R ei ffersch ei d t-D yc k.Von Erich Adolphs Sohne, Franz Wilhelm , gest. 1734, stammten dreiSöhne, welche die Hauptlinie Salm-Reifferscheidt in drei Unlerlinienschieden. Der ältere Sohn, Carl Anton , gest. 1755, stiftete die ersteUnterlinie: Reifferscheidt-ßedbur; der zweite, Leopold Anton , gest.1769, die zweite Unterlinie Rei ffers che i d t-lla i nspa eh, welchenamentlich hierhergehört, und der jüngste, Anton , gest. 1769, die dritteUnterlinie R e iffe rs ch ei d l - Niie d er - S a 1 m. Aus der zweitenHauptlinie Salm-Reilferscheidt-Dyck bildeten sich keine Unlerlinien.

Die ältere dieser Linien: Salm-Reifferscheidt-Bedbur führte bis1803 den Beinamen Bedbur, schrieb sich aber von da an Salm-Reiffer-scheidt-Krautheim und wird neuerlich theils unter diesem Namen, theilsunter dem Namen Salm-Reiflerscheidt, vormals Bedbur, aufgeführt. Die-selbe erhielt für die reichsständische Herrschaft Reiflerscheidt nebst Bed-bur, welche 1801 durch den Lüneviller Frieden an Frankreich gekom-men war, 1803 durch Reichsdeputations - Hauptschluss das MainzerAmt Krautheim mit einer auf Amorbach radicirten Rente, welche derFürst von Leiningen durch Güterabtretung einlöste. Im Febr. 1804erhob der Kaiser Franz IL diese Besitzungen, unter der Benennung