GHAIT.N V. SALIS.
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sind ganz, wie oben beim Stammwappen beschrieben, nur sind beide Flügel derJungfrau silbern. Den Schild hallen zwei Löwen von natürlicher Farbe mit durchdie Hinterpranken geworfenen und dann aufwärts gerichtetem Schweife.
Uralles rhiitisches, weit verzweigtes, an verdienstvollen Gliedernimmer reiches, durch grossen Grundbesitz, namentlich vor der Umge-staltung der Schweiz im Jahre 1798, mächtiges Haus in Grauhündten,aus welchem jetzt drei gräfliche Linien: Salis-Zizers, Salis-Soglio undSalis-Seewis blühen. Als das Stammhaus wird das jetzt in Trümmernliegende Castell von Soglio im bilndtischen Golteshausbunde genommen.Rudolph und Andreas waren 913 Herren zu Soglio; eine andere Liniewar um diese Zeil schon in Brescia angesehen und später, 1092, kaufteAndreas die Julischen Alpen und Thaler. Ein anderer Andreas war um1190 Kaiser Friedrichs I. Hauptmann in Syrien, und mit den Urenkelndesselben, Johann und Gubert — den Söhnen Rudolphs, um 1259 Po-desta vom Bergeithale — entstanden zwei nach denselben genannteIiauptstämme des Geschlechts. Aus dem Gubertschcn Ilauptstamme be-währte sich Ritler Hubert (Gubert) der Grosse 1487 auf der MaiserHeide als Held für das Vaterland, und durch die drei Söhne desselbenaus der Ehe mit Ursula v. Norla, Rudolph den Langen, Andreas undDiethger (Dietegen) den Grossen, bildeten sich drei gleichnamige Ilaupt-Iinien des Gubertschcn Stammes, aus welchen später mehrere Aeste undZweige hervorgegangen sind. — Rudolph der Lange, Slifler der älteren,mm erloschenen Grüscher- und der noch blühenden freiherrliehen Liniezu Marschlins, herz, mailänd. Rath, Oberster und Gouverneur von Pavia,commandirte die Graubündluer 1513 bei Novara und liel 1515 vor Ma-rignano. Der Enkel desselben, Rudolph der Starke, welchen KönigHeinrich 11. von Frankreich zum Ritter geschlagen halle, erhielt spätervom Kaiser Maximilian II. als Reichs-Feld-Zeugmeister die Bestätigungdes Reiehs-Rillerslandes und wurde vom Kaiser Rudolph II. 1585 für sichund seine Nachkommen in den Freiherrenstand mit dem Rechte erhoben,letzteren bei Ermangelung der Nachkommen auf die übrigen Geschlechts-verwandten ausdehnen zu dürfen. Derselbe starb 1600 und hinlcrliessdie Fidei-Commissgüter und den Reichs-Freiherrenstand dem Enkel sei-nes Bruders Aband, Rudolph, von dessen Sohne, Hercules, Güter undFreiherrenwürde 1674 an den Neffen desselben kamen. Mit der Nach-kommenschaft des LelzLeren erlosch 1732 die ältere Grüscher Linie:die Marschlinssche blüht, wie angegeben, noch jetzt. — Andreas —•zweiter Bruder Rudolphs dos Langen — ist der Stammvater der Salis—sehen Linien zu Jenins, Maienfeld, Zizers und Soglio. Derselbe, geb.1477, gest. 1531, hatte aus der Ehe mit Dorothea Rink v. Baldensteinvier Söhne, Anton, Hubert, Rudolph und Baptist, welche vier neue Sei-tenlinien oder Aeste bildeten. Aus der dritten, der rudolphischen, Sei-tenlinie erhielt vom Kaiser Leopold 1. 26. Aug. 1694 Johann v . Salis—Zizers, Landes-Hauptmann von Valentina, mit seinen Nachkommen dieReichsgrafenwürde, und aus der vierten oder baptistischen Seitenliniewurden Peter und Hieronymus , Vater und Sohn, vom Kaiser Franz I.12. Mai 1748 in den Reichsgrafenstand erhoben. — Diethger (Dietegen)