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2 (1853) L - Z
Entstehung
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GRAFEN V. ROTTENHAN.

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ein rcchtsgekelirter, krähender, den rechten Fuss in die Höhe ziehender, rotherHahn steht. Die Heinidecken sind roth und silbern. Der wellenförmige Balkenkommt auch scbräglinks gerührt vor, und der Stern steht dann in der rechtenOberecke des Schildes. Auch ist zuweilen der Hahn linksgekehrt.

Eins der ältesten und angesehensten fränkischen Geschlechter,welches vormals dem Reichsritlercanton Baunach einverleibt war, seit1313 das Erh-Unterkämmerer-Amt des Hochstifts Bamberg, anstatt Kur-brandenburgs, welches das Oberkämmerer-Amt besass, führte und schonsehr zeilig und oft hei Turnieren vorkam. Wolf erschien 996 auf demTurniere zu Braunschweig, Hippold 1042 zu Hall, Wilhelm 1165 zuZürich, und Egenolph 1209 zu Worms. Der gemeinschaftliche Stamm-vater der jetzigen Familienglieder ist Ludwig I., Herr zu Rotenhan(Rothenhan, Rothenhahn), ltentweinsdorf und Merzbach, verm. mit Sophiav. Bibra, welcher urkundlich gegen die Mitte des 13. Jahrhunderts vor-kommt. Die zwei Söhne desselben, Wolfram I. und Ludwig IL, theiltendas Geschlecht bleibend in zwei Hauptlinien. Erslerer stiftete die Ilaupt-linie zu Ren tweinsdorf und Eyrichshofen, Letzterer die Hauptliniezu Merzhach und Sehenkenau. Was die Rentweinsdorfer Ilauptlinieanlangt, so wurde schon unter dem Stifter, AVolfram I., das Stammhausund Schloss Rotenhan, welches bei dem gleichnamigen Dorfe und unweitdem Schlosse Eyrichshofen noch öde liegt, 1314 in einer Fehde mitdem Bischof von Würzburg zerstört. Aus dieser Linie stammten Anton,von 1431 1459 Bischof von Bamberg, und Sebastian, gest. 158S,welcher sich als Reisender und Schriftsteller seiner Zeit in der gelehrtenWelt einen Namen gemacht und die Doctorwürde erhalten hat. DerBesitz dieser Linie hat sich sehr vermehrt, und mehrere Glieder der-selben haben die k. preuss. Kammerherrenwürde und andere Auszeich-nungen erhalten. Die von Ludwig 11. um das Jahr 1303 gestifteteHauptlinie zu Merzbach, welches Gut schon seit 1230 im Besitz derFamilie ist, und zu Schenkenau erlangte 25. Jan. 1688 das ungarischeIndigenat und 8. Dec. 1771 den Freiherrensland. Aus derselben wurdeCarl Johann Alexander Freiherr v. Rottenhan, geb. 1710, Herr zuMerzbach, so wie Besitzer der böhmischen Standesherrschaft Rotenhausen,fürsthischöfl. bambergscher Oberst-Hofmeister, Geh. Rath und Ober-Amtmann zu Markthochstädt, vom Kaiser Joseph II. 8. Dec. 1774 inden Reichsgrafenstand erhoben. Vom Sohne desselben, dem GrafenFriedrich Philipp , gest. 14. Nov. 1798, fürstl. bambergschem Ober-Stallmeister, verm. 15. Sept. 1785 mit Dorelte Henriette Freiinv. Lichtenstein, geb. 13. April 1765, gest. 28. Nov. 1S37, stammteGraf Carl Julius Heinrich , geh. 19. Juli 1791, gest. 5. Juli 1847,k. k. Kämmerer, verm. 27. Juni 1816 mit Luise Henriette Gräfinv. Wallmoden-Gimborn, geb. 24. Juni 1796, gest. 15. April 1851.Aus dieser Ehe stammt das jetzige Haupt der Familie:

Graf MAXIMILIAN, geh. 6. Oct. 1820, k. bayer. Kämmerer. Vonden zwei Schwestern desselben ist die ältere, Gräfin Luise DorelteWilhelmine, geh. 1. Mai 18IS, seit dem 3. Sept. 1840 verm. mitWolfgang Freiherrn v. Thitngen, der Rechte Doctor, herz. Sachsen-