GRAFEN V. R1ESCII.
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nebeneinanderstehende schwarze Lilien. Uebe'r der Grafenkrone erheben sich viergekrönte Helme. Der rechte Helm trügt einen schwarzen, Geckigen Stern; derzweite einen auswärtsseilenden, gekrönten, schwarzen Adler; der dritte eihwärts-gekehrt den Löwen ganz wie im Mittelschilde (Helm des Stammwappens); und derlinke eine schwarze Lilie. Die Decken des rechten und linken Helmes sind schwarzund golden, die des zweiten grün und golden und die des dritten rotli und silbern.Den Schild halten zwei auswärtssehende, silberne Einhörner. — Wie angegeben,wird das Wappen jetzt nach dem kaiserlichen Diplome vom 22. Mai 1793 geführt.— Das im kursächsischen Reichsvicariate 18. Juni 1792 (s. unten) ausgefertigteGrafendiplom setzte über die Grafenkrone drei gekrönte Helme. Der rechte trugeinwärtsgekehrt den Löwen des Mittelschildes mit dem Sterne; der mittlere einenauswärtssehenden, gekrönten, schwarzen Adler, und der linke rechts eine schwarzeLilie, links einen schwarzen Stern. — Die Supplemente zu Siebmachers Wappen-buch (IX, 25) geben zwei in die Familie gehörende Wappen : das eine mit demNamen v. Riesch, das andere als v. lliesch Ritter. Ersteres, welches mit derBezeichnung: Freiherren v. Riesch in sächsischen älteren heraldischen Sammlungenvorkommt, zeigt einen quadrirten Schild mit einem das erwähnte Stammwappenenthaltenden Mittelschilde. 1 und 4 zeigt in Grün drei goldene, schrägrechteBalken; 2 und 3 ist quergetheilt: oben in Gold ein aufwachsender, rechtssehender,schwarzer Steinhock, unten in Gold zehn schwarze, aneinanderslossende Weckenin zwei Reihen, jede zu fünf. Ueber der fiinfperligen Krone erheben sich dreigekrönte Helme. Der rechte trägt einwärtsgewendet den aufwachsenden Löwendes Mittelschildes, der mittlere einen schwarzen, golden bewehrten Adler, und derlinke den einwürtssehenden, schwarzen Steinbock der oberen Hälfte des 2. und3. Feldes.— Letzteres giebt Mittelschild und Helme ganz, wie erwähnt worden ist,Feld 1 und 4 aber ist von Blau und Silber achtmal schräglinks getheilt, und vordiesen Feldern wächst auswärtssehend der schwarze Steinhock auf, während Feld2 und 3 quergetheilt, und zwar (dien golden ohne Bild ist, unten aber in Gold diebeschriebenen zehn schwarzen Wecken in zwei Reihen, jede zu fünf, zeigt.
Altes, ursprünglich aus der Schweiz aus dem Canton Zürich, wo,so wie in Landau am llodensee, die Vorfahren sehr angesehene Palricierwaren, stammendes Adelsgeschlechl, aus welchem im vorigen JahrhundertGlieder nach Sachsen und Oesterreich kamen und zu hohen Ehrenslellen,grossem Grundbesitz und Standeserhöhungen gelangten. Wolkgang EdlerHerr v. Riesch, k. k. w. Rath, wurde 1747 in den Reichsrillerstanderhohen und erlangte vom Kaiser Joseph II. 1766 den Reichsfreiherren-stand, und Isaac Wolfgang und Johann Sigismund , Gebrüder, Freiherrenv. Riesch, erhielten, der Erslere vom Kurfürsten Friedrich August III. vonSachsen im Reichsvicariate 18. Juni 1792, der Letztere, damals k. k.Oberst von Nassau Kürassircn, 22. Mai 1793 durch Kaiser Franz ILdie Reichsgrafen würde.
Der erwähnte Wolfgang Edler Herr v. Riesch, geb. 17. Jan. 1712zu Lindau am Bodensee, gest. 8. Juli 1776 zu Wien, Herr auf Neschwitz,Ilolscha, Uebigau, Zescha, Jessnitz, Puschwitz, Doberschütz und Ratzen,k. k. Rath, kursächs. Geh. Rath etc., wurde im angegebenen Jahre,1766, Reichsfreiherr. Derselbe baLte sich 13. Mai 1748 verm. mitHelene d'Orville v. Loewenklau, geh. 5. Sept. 1724, gest. 25. Juli 1803,aus welcher Ehe zwei Söhne stammten, Isaac Wolfgang und JohannSigismund , deren Erhebung in den Reichsgrafenstand oben gedacht wordenist. Graf Isaac Wolfgang , geh. 2. März 1749, gest. 25. März 1810,Herr auf Neschwitz, Ilolscha, Milkwilz, Uebigau, Zescha etc., kursächs.Geh. Rath und k. poln. Kammerherr, vermählte sich zuerst, 17. Jan.iL 19