GRAFEN V. PFEIL UM) KLEIN - ELLGUT».
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Grafen v. Pfeil uml Klein - Ellgutli.
ÜÄttljerifd). Preußen.
Besitz: die Rittorgülcr JohnsdorlT, Hausdorff, Pleischwitz, Vogelgesang, Klein-Ellgulli,Diersdnri' und Neudeck, Wildschütz mit Louisemhal und Thoinnilz in Sclilesien.
Wappen: im silbernen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, abgeschnitteneBärentatzen, mit den Klauen aul'wärtsliegend und das Fleisch unten, wo es abgeschnittenist, blutig, lieber der Grafenkrone erheben sieb drei gekrönte Helme. Der rechteHehn trägt einen rechtssehenden, gekrönten, mit einem Kleemonde belegtenschwarzen Adler; der mittlere einen, die Sachsen rechtskehrenden, geschlossenenAdlerstlug, dessen unterer Fliigel, von welchem nur vorne ein Streif zu sehen,schwarz, der obere aber silbern ist (Helm des Stammwappensi, und der linkesechs nebeneinanderstehende, mit einem Pfauenschweife so belegte Pfeile, dass nurdas gefiederte Ende derselben über den Pfauenschweif hervorragt. Die Helmdeckensind schwarz und silbern, und den Schild halten zwei einwärtssehende schwarzeBären. — Das Wappenbuch der preussischen Monarchie lingirt beide Flügel des aufdem mittleren Helme stehenden Fluges schwarz.
Sehr alte schlesische Familie, welche nach Einigen aus Frankenoder Bayern, nach Anderen aus Kurland nach Schlesien gekommen ist.Nach einigen Angaben soll ein Hilter v. Pfeil schon 933 dem vomKaiser Heinrich 1. nach dem Siege über die Hunnen zu Merseburg gehal-tenen Turniere beigewohnt haben, nach anderen Angaben aber soll derStammvater des Geschlechts 1220 wegen glücklicher Rettung des HerzogsHeinrich des Bärligen, Gemahls der heiligen Hedwig, aus der Gewalteines wüthenden Baren, Adel, Namen und Wappen erhalten haben. —Schon 1293 machte sich Jeschke v. Pfeil dadurch bekannt, dass erden Herzog Heinrich den Dicken zu Breslau den Händen des HerzogsConrad überlieferte, und vom 14. Jahrhundert an kommt der Name desGeschlechts oft vor, so z. B. auf den Turnieren zu Ingelheim 1337,zu Bamberg 1362, zu Esslingen 1374 etc. Das Stammhaus in Schlesienwar wohl Klein-Ellgulh im Nimptsch'schen und von demselben verbreitetesich die Familie in mehreren Linien und Aesten, namentlich- in denLinien Jordansmühle und Diersclulorf im Nimptsch'schen, Korsangwitzim Ohlau-Briegschen, Kleutsch im Münsterbergschen etc., erwarb nochsonstigen bedeutenden Grundbesitz und gelangte durch mehrere Glieder